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«Martin Graf trägt die Verantwortung für die Erkrankung von Gefängnisinsassen»

Justizdirektor Martin Graf (Grüne) will keine Spritzenabgabe in den Zürcher Gefängnissen. Facharzt Philip Bruggmann ist entsetzt. Das sei ein Rückfall in die unheilvollen Platzspitz-Zeiten.

Pascal Unternährer
Ausserhalb der Gefängnismauern kaum mehr umstritten: Spritzenabgabe an Drogensüchtige.
Ausserhalb der Gefängnismauern kaum mehr umstritten: Spritzenabgabe an Drogensüchtige.
Keystone

Martin Graf (Grüne) hat in der «NZZ am Sonntag» gesagt, es sei für ihn «absolut undenkbar», dass Gefängnisinsassen saubere Spritzen zum Drogenkonsum abgegeben werden. Wie kommt das bei Ihnen an?

Diese Absolutheit hat mich erschreckt. Das ist ein Rückfall in die 1980er-Jahre, als der Kantonsarzt sehr ähnlich argumentiert hatte. Die Folge waren die prekären Verhältnisse am Platzspitz und später auf dem Letten. Die Drogenkonsumenten steckten einander mit dem Tausch unsauberer Spritzen an. Viele starben an den Folgen der Infektionen, die man damals noch nicht behandeln konnte.

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