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Martin Graf und drittens

Ein Politiker, der seine Niederlage nicht zusammenbeisst und auslächelt, hat etwas Sympathisches.

MeinungJean-Martin Büttner
Ein sichtlich enttäuschter Zürcher Regierungsrat Martin Graf (GP) nach seiner Abwahl am Sonntag, 12. April 2015. Foto: Walter Bieri (Keystone)
Ein sichtlich enttäuschter Zürcher Regierungsrat Martin Graf (GP) nach seiner Abwahl am Sonntag, 12. April 2015. Foto: Walter Bieri (Keystone)

Je stärker das vorgezeigte Gefühl, desto grösser das öffentliche Interesse. Besonders bei einem Beruf wie der Politik, bei dem die Gefühle normiert sind. Es ist ungeschrieben klar, wie Glück und Trauer ausgedrückt werden. Die meisten gewählten Politikerinnen und Politiker freuen sich mit Sträussen und Küssen. Es kommt selten vor, dass sie schreien, schlittern und sich partiell ausziehen wie Fussballer nach dem Goal. Darum reden Politiker nach der Abwahl auch wie Fussballtrainer nach der Niederlage. Sie sagen, dass sie zuerst das Resultat analysieren wollen.

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