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Mauch schreibt Dankesbriefe an Reiche

Die links-grün dominierten Zürich und Winterthur tun, was die meisten Gemeinden im Kanton bewusst unterlassen: Sie bedanken sich schriftlich bei den potentesten Steuerzahlern.

Verschickt Dankesbriefe an die besten Steuerzahler: Stadtpräsidentin Corine Mauch.
Verschickt Dankesbriefe an die besten Steuerzahler: Stadtpräsidentin Corine Mauch.
Nicola Pitaro

Je 100 Einzelpersonen und ebenso viele Firmen in Zürich haben eine Danksagung von SP-Stadtpräsidentin Corine Mauch erhalten. Mitunterzeichner ist Finanzvorstand Martin Vollenwyder von der FDP. In den Kreis der Adressaten aufgenommen wurde, wer als Privatperson mindestens 250'000 Franken und als Firma eine halbe Million Franken an Gemeindesteuern ablieferte, wie der «Landbote» von heute schreibt.

Die Stadt Zürich versteht die Dankesbriefe an 100 von 231'000 steuerpflichtigen Personen und 100 von 23'000 Firmen nicht als Bückling vor der finanziellen Oberschicht, sondern als Zeichen der Wertschätzung. Wie Paul Aschwanden, Chef des Steueramtes, gegenüber dem Landboten sagte, ändert sich die Grenze, ab der jemand einen Brief erhält, von Jahr zu Jahr – je nach dem Total der Steuererträge.

Goldküstengemeinden verzichten

Deshalb vermied es Zürich bisher auch, die individuelle Wertschätzung gross publik zu machen. Denn sonst befürchte man problematische Erwartungshaltungen, wie Aschwanden sagt. Ähnliche Danksagungen aus den gleichen Motiven verschickt auch Winterthur. Wie Zürich wird die Stadt von einer rot-grünen Regierung dominiert.

Andere Städte und Gemeinden im Kanton haben wenig Verständnis für die Aktionen. In Uster wurde die Idee aus datenrechtlichen Gründen verworfen, die Goldküstengemeinde Meilen etwa hält einen Dank an alle Steuerzahler und nicht an eine Elite für angemessen. Wie beispielsweise Küsnacht und Herrliberg verzichtet die Gemeinde auf solche Dankesaktionen.

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