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Mehr Kindsmisshandlungen als jemals zuvor

Im Jahr 2010 wurden in Zürich und Region 348 Kinder misshandelt, 24 Prozent mehr als im Vorjahr. Am erschreckendsten ist die Zunahme bei der sexuellen Ausbeutung von Mädchen.

fsc

Insgesamt zählte das Kinderspital Zürich und die Opferberatungsstelle 487 Meldungen von Kindsmisshandlungen, 348 Fälle davon sind gesicherte Fälle, die restlichen sind Verdachtsfälle und nicht bestätigte Fälle. Dies teilt das Kinderspital heute Donnerstag mit. Im Jahr zuvor (2009) verzeichnete die Kinderschutzgruppe und Opferberatungsstelle des Kinderspitals Zürich einen Rückgang der Meldungen von Kindsmisshandlung oder Verdacht auf Kindsmisshandlung (–8 Prozent). Die dokumentierten 487 Fälle stellen die traurige Höchstmarke seit den Erhebungen im Jahre 1969 dar.

Die markanteste Verschiebung gegenüber 2009 ergab sich bei den Mädchen, die sexuell ausgebeutet wurden: Diese Zahl nahm von 57 auf 87 zu (52 Prozent mehr). Der Prozentsatz minderjähriger Täter bei sexueller Ausbeutung betrug im Jahr 2010 33 Prozent (2009: 35 Prozent). Ebenfalls stark zugenommen haben die Fälle, in denen ein erhebliches Risiko einer kurz- oder mittelfristig eintretenden Kindsmisshandlung bestand (von 24 Fällen 2009 auf 45 Fälle). Beispiele solcher Situationen sind Schreibabys, mit denen die Eltern nicht zurechtkommen und ohne professionelle Hilfe die Kontrolle verlieren oder durch eigene Krankheit oder Sucht belastete Eltern, die durch ihre Kinder überfordert sind.

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