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Menorah-Prediger unter Missbrauchsverdacht

Die Zürcher Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Prediger einer freikirchlichen Gemeinde aus Wetzikon. Dies berichtet die Zeitung «Sonntag» unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft.

Dem Mann werden schwerwiegende sexuelle Übergriffe auf ein siebenjähriges Mädchen vorgeworfen, wie die Zeitung in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet. Der 72-Jährige sitze bereits seit dem vergangenen Dezember in Untersuchungshaft. Das bestätigte der zuständige Staatsanwalt Markus Imholz laut dem Bericht. Imholz gehe davon aus, dass er in den nächsten drei Monaten Anklage gegen den Prediger erheben wird. Er schliesse nicht aus, dass es noch weitere Opfer gibt.

Die Vorwürfe wiegen schwer: Der Prediger soll sich in den vergangenen Jahren mehrmals an einem kleinen Mädchen aus seiner freikirchlichen Gemeinde vergangen haben. Die Übergriffe hätten begonnen, als das Mädchen sieben Jahre alt war. M. habe die Gelegenheit bei Ausflügen im Raum Wetzikon benutzt; teilweise habe er sich im Freien an dem Kind vergangen. Die Eltern des Opfers wussten nach Angaben der Staatsanwaltschaft lange nichts von den schrecklichen Vorkommnissen, berichtet die Zeitung weiter. Als sie davon erfahren hätten, seien sie zur Polizei gegangen.

Nach Ansicht des Sektenexperten Georg Otto Schmid ist die Gemeinde «eine Gemeinschaft am Rande der Sektenhaftigkeit»: «Menorah ist extrem fundamentalistisch und extrem gesetzlich», so zitiert die Zeitung ihn, «es darf keine andere Meinung vertreten werden als die des Gründers. Die ganze Gemeinde ist völlig auf ihn fixiert.» Hinzu komme, dass die Menorah eine starke endzeitliche Ausrichtung habe. Dies begünstigt nach Angaben von Schmid sexuellen Missbrauch, so Schmid laut dem Bericht: «Durch die ständige Erwartung des Weltuntergangs sind die Prediger der Meinung, dass sie sich mehr erlauben können als andere. Deshalb kommen in endzeitlichen Gemeinschaften sexuelle Übergriffe relativ häufig vor.»

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