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Menschen mit Fuchsräude infiziert

Im Zürcher Unterland verbreitet sich die Fuchsräude, die durch Milben hervorgerufen wird. Es ist das erste Mal seit 20 Jahren, dass die hochansteckende Hauterkrankung wieder auftritt.

Eine für Füchse tödliche Hautkrankheit: Dieses Tier ist an der Fuchsräude verendet.
Eine für Füchse tödliche Hautkrankheit: Dieses Tier ist an der Fuchsräude verendet.
Wikimedia Commons

Die Krankheit Fuchsräude ist für Füchse tödlich. Sie kann auf Haustiere und in seltenen Fällen auch auf den Menschen übertragen werden. Beides ist gemäss Reto Schindler, dem stellvertretenden Leiter Umwelt der Stadt Kloten, in den vergangenen Tagen passiert: Er weiss von zwei Personen, die wegen einer Ansteckung den Arzt aufgesucht haben. Mindestens einen erkrankten Fuchs hat die Wildhut auf Klotener Stadtgebiet von seinen Qualen erlöst.

Die Krankheit ist hochansteckend, weshalb sich die Gemeinde an die Bevölkerung wendet. So können Hunde bereits beim Inspizieren eines Fuchsbaus erkranken. Die Milbe verursacht eine allergische Reaktion, die zu Juckreiz führt. Die Haut wird schuppig, die Tiere kratzen und beissen sich, es kommt zu Infekten, das Fell fällt aus.

Hunde an die Leine

Auch Menschen können sich bei der Berührung eines erkrankten Tiers anstecken, jedoch ist der Mensch ein Fehlwirt, die Milbe kann sich im Körper nicht fortpflanzen. Es kommt zu Juckreiz, der behandelt werden kann.

Damit sich nicht weitere Tiere und Menschen anstecken, empfiehlt Schindler, Hunde beim Spaziergang an die Leine zu nehmen. Auch sollen Tierhalter kein Futter für Haustiere im Freien stehen lassen. Gerade kranke und geschwächte Füchse würden sich gerne am bereitgestellten Futter bedienen und so ihre Krankheit übertragen.

Mit entzündungshemmenden Mitteln und Medikamenten, die die Milben abtöten, ist die Krankheit bei Haustieren gut heilbar. Personen, die bei ihrem Hund ein verändertes Hautbild bemerken oder wenn sich dieser übermässig kratzt, sollten einen Tierarzt aufsuchen.

Die Fuchsräude wird durch eine spezifische Variante der Grabmilbe Sarcoptes scabiei hervorgerufen. In der Region Zürich war die Erkrankung rund 20 Jahre lang nicht mehr aufgetreten. Die Fuchsräude hat sich gemäss Seuchespezialisten der Universität Zürich in den vergangenen zwei, drei Jahren aus dem süddeutschen Raum über die Grenzgebiete bei Basel und der Ostschweiz wieder ausgebreitet.

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