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Mieter mit beschränkter Hoffnung

Die Neubauwelle bei Baugenossenschaften ermöglicht auch Nichtmitgliedern den Einzug in günstige Wohnungen. Befristete Verträge machen sie zu Gastmietern zweiter Klasse.

Die Baustangen entlang des Brüderhofwegs künden vom bevorstehenden Abriss einer ganzen Siedlung. Foto: Urs Jaudas
Die Baustangen entlang des Brüderhofwegs künden vom bevorstehenden Abriss einer ganzen Siedlung. Foto: Urs Jaudas

«Als ich hier einzog, war ich extrem dankbar», sagt Kai S. Von einem Bekannten hatte er erfahren, dass die Baugenossenschaft Brunnenhof (BBZ) günstige Wohnungen vermietet – ausnahmsweise auch an Nichtmitglieder. Der 40-Jährige hatte ein Jobangebot in Zürich und suchte für sich und seine Frau eine Wohnung. «1000 Franken für eine Vierzimmerwohnung ist ein unschlagbarer Preis, das war mir klar», sagt Kai. Die zentrale Lage und die günstige Miete wusste er «sehr zu schätzen». Dass die Häuser an der Künzli- und der Wehntalerstrasse in ein paar Jahren abgerissen werden sollten und er nur einen befristeten Mietvertrag erhielt, war für den ­Galerietechniker zweitrangig.

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