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Millionen werden in den Breitensport umgeleitet

Mit 150 gegen 2 Stimmen hat der Zürcher Kantonsrat entschieden, dass künftig deutlich mehr Lotteriegelder als bisher in den Sportfonds fliessen. Geld, das anderswo fehlen wird.

Hobbyfussballer an einem Grümpelturnier.
Hobbyfussballer an einem Grümpelturnier.
Samuel Trümpy, Keystone

Mehr Geld für den Sport, weniger Geld für Kultur und Ökologie – das ist die Kürzestformel, auf die sich der Entscheid des Zürcher Kantonsrates reduzieren lässt. Dieser hat sich heute Montag in zweiter Lesung mit der Revision des Gesetzes über Controlling und Rechnungslegung befasst und entschieden, dass ein grösserer Anteil der Lotteriegelder als bisher dem Sport zugutekommen soll: 30 statt 21 Prozent.

Tatsächlich geht es dabei um eine Umverteilung: Dass der Sportfonds aufgestockt wird, geht zulasten des Lotteriefonds, aus dem kulturelle, soziale und ökologische Projekte unterstützt werden. Statt 79 erhält dieser künftig nur noch 70 Prozent der dem Kanton Zürich zustehenden Erträge von Swisslos.

Linke und Grüne gaben Widerstand auf

Gegen die Gesetzesänderung hatten sich in erster Lesung Grüne und AL ausgesprochen, weil auf Bundesebene in absehbarer Zeit ein Gesetz über Geldspiele in Kraft tritt. Dieses sieht vor, dass Lotteriegelder nicht mehr in die allgemeine Staatsrechnung der Kantone einfliessen dürfen. In der Schlussabstimmung stimmten jedoch lediglich noch zwei grüne Mitglieder gegen die Gesetzesänderung.

Aus dem von der Sicherheitsdirektion verwalteten Sportfonds wird der Jugend-, Breiten- und Amateursport unterstützt. Rund ein Drittel des Geldes geht an den Zürcher Kantonalverband für Sport (ZKS) und die ihm angeschlossenen Verbände und Vereine. Zudem werden aus dem Fonds Beiträge ausgerichtet für die Nachwuchsförderung sowie für Projekte und Anlässe.

Mit der Neuverteilung der Gelder, wie sie nun vom Kantonsrat beschlossen wurde, wären im vergangenen Jahr 23,8 Millionen statt 16,7 Millionen Franken in den Sportfonds geflossen.

(SDA)

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