Weniger Bonus-Millionen für SBB – obwohl S-Bahnen pünktlich waren

Die S-Bahn im Raum Zürich war 2018 so pünktlich unterwegs wie noch nie. Trotzdem zahlt der ZVV der SBB nur halb so viel Bonus wie letzte Jahr.

Die allermeisten Anschlüsse wurden sichergestellt, so die SBB. «Was nicht ausschliesst, dass einzelne Züge verspätet waren.» S-Bahn bei der Durchfahrt im Bahnhof Stettbach.

Die allermeisten Anschlüsse wurden sichergestellt, so die SBB. «Was nicht ausschliesst, dass einzelne Züge verspätet waren.» S-Bahn bei der Durchfahrt im Bahnhof Stettbach. Bild: Urs Jaudas

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Die S-Bahnen im Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) waren 2018 pünktlich unterwegs. Auch in anderen Bereichen hätten die SBB sehr zufriedenstellende Bewertungen erreicht, teilt das Bahnunternehmen mit. Die SBB dürfen deshalb einen Bonus von zwei Millionen Franken vom ZVV einstreichen.

Die SBB machen für die gute Pünktlichkeit die Infrastrukturausbauten und die Fahrplananpassungen in den vergangenen Jahren verantwortlich: «Die automatisierte Zeitmessung ergab, dass die S-Bahn äusserst pünktlich und zuverlässig verkehrte und die allermeisten Anschlüsse sicherstellen konnte.» Das schliesse nicht aus, dass einzelne Züge verspätet unterwegs gewesen seien. Doch insgesamt sei der für eine neutrale Bewertung festgelegte Wert deutlich übertroffen worden. Im Bereich der automatisch gemessenen Pünktlichkeit resultiert deshalb ein Bonus von 1,8 Millionen Franken.

Allerdings zahlte der ZVV den SBB im vergangenen Jahr einen mehr als doppelt so hohen Bonus in der Höhe von 4,3 Millionen Franken. Das hat damit zu tun, dass seit 2017 stengere Kritierien gelten, wie ZVV-Sprecher Caspar Frey sagt. Das gute Abschneiden in den Vorjahren wird nämlich für den neuen Zielwert berücksichtigt.

Bessere Resultate bei Sauberkeit und Information

Die Sauberkeit der Züge und der Bahnhöfe sowie die Information der Passagiere bei Störungen werden ebenfalls bewertet – mehrheitlich durch Fahrgastbefragungen. Hier konnten die SBB sich im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls leicht verbessern: Sie streichen hier einen Bonus von 200'000 Franken ein. Das Bonus-Malus-System haben ZVV und die SBB vor über zehn Jahren eingeführt. Es soll die Qualität der Zürcher S-Bahn sicherstellen und verbessern. Einen allfälligen Bonus zahlen die in die Zürcher S-Bahn Involvierten jeweils gemeinsam aus. Neben dem Kanton Zürich gehören dazu das Bundesamt für Verkehr (BAV) sowie die Zürcher Nachbarkantone (AG, GL, SG, SH, SZ, TG, ZG). Der maximale Bonus oder Malus beträgt ein Prozent der SBB-Kostenofferte für die Zürcher S-Bahn. Im Jahr 2018 ging es dementsprechend um maximal 6,6 Millionen Franken.

(lop)

Erstellt: 08.02.2019, 12:27 Uhr

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