Anklage gegen Dignitas-Chef Minelli

Ludwig A. Minelli muss vor Gericht. Es geht um die Frage, ob er sich mit Sterbehilfe bereichert.

Prozesserprobt: Jurist Ludwig A. Minelli muss wieder einmal vor Gericht.

Prozesserprobt: Jurist Ludwig A. Minelli muss wieder einmal vor Gericht. Bild: Doris Fanconi

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Der 84-Jährige Ludwig A. Minelli muss sich vor dem Bezirksgericht Uster verantworten, wie der «Landbote» schreibt. Die Staatsanwaltschaft werde die Anklage voraussichtlich nächste Woche erheben. Der Dignitas-Gründer wird wohl angeklagt, Suizidhilfe aus selbstsüchtigen Motiven angeboten zu haben. Hintergrund: In der Schweiz ist Sterbebegleitung erlaubt, wenn sich der Anbieter dabei nicht bereichert. Nun soll ein Musterprozess die Frage klären, welcher Preis noch legal ist.

In diesem Haus in Pfäffikon ZH finden Sterbebegleitungen statt.

Konkret geht es um zwei Fälle. 2003 soll eine Sterbebegleitung mehrere 10'000 Franken gekostet haben, wie eine Zeugin sagt. Und für den Doppelsuizid einer Mutter und Tochter aus Deutschland soll Minelli im Jahr 2010 21'000 Franken kassiert haben. Die Sterbebegleitung fand in Pfäffikon ZH statt. Minelli droht eine Maximalstrafe von fünf Jahren.

(pu)

Erstellt: 16.06.2017, 09:20 Uhr

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