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Mit 230 km/h durch den Gubristtunnel

Diese Raserfahrt ist einen jungen Kosovaren teuer zu stehen gekommen: Eine zweijährige bedingte Freiheitsstrafe, Gerichtskosten von 15'500 Franken, BMW und Billett weg.

Der angeklagte Raser erfüllte alle Klischees: jung, männlich, aus dem Balkan stammend, in der Autobranche arbeitend und mit einem aufgemotzten deutschen Wagen unterwegs. Der heute 29-jährige Mann aus dem Zürcher Unterland war vor genau zwei Jahren einer zivilen Patrouille der Kantonspolizei aufgefallen: Er überholte nachts um 23 Uhr die Polizisten mit mindestens 113 km/h auf der Förrlibuckstrasse im Kreis 5. Dabei fuhr er in einer Rechtskurve «wie ein Rennfahrer am Limit der Reifenhaftung», wie in der Anklageschrift steht. Die Polizisten verfolgten den BMW M5 mit Blaulicht, Cis-Gis-Horn und eingeschalteter Matrixleuchte «Stopp Polizei».

Statt anzuhalten, gab der Kosovare erst recht Gas. Er flüchtete in halsbrecherischer Weise via Duttweiler- und Pfingstweidstrasse auf die Autobahn A 1. Dabei missachtete er ein Rotlicht, überquerte mit 100 km/h einen Fussgängerstreifen und überholte einen anderen Wagen. Er raste auf der Autobahn mit durchschnittlich 230 km/h, wobei ihn die Polizisten aus den Augen verloren.

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