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Mit Babys gegen Aggressionen und Mobbing

Durch ein Pilotprojekt sollen Schulkinder mit der Hilfe von Säuglingen lernen, eigene Gefühle benennen zu können.

Schulkinder sollen die Entwicklung eines Babys beobachten: Babys als Lehrer.
Schulkinder sollen die Entwicklung eines Babys beobachten: Babys als Lehrer.
Keystone

Babys in Zürcher Primarschulen: Das ist nicht die neueste Form von Frühförderung, sondern ein Pilotprogramm, mit dem Schulkinder lernen sollen, sich in andere einzufühlen. Ziel des Projekts ist es, Aggression und Mobbing an Schulen einzudämmen.

Das kanadische Programm «Roots of Empathy» wird erstmals an Schweizer Schulen durchgeführt, und zwar an vier Primarschulen in Zürich, Winterthur und Feldmeilen, wie die Organisatoren am Montag mitteilten.

Im Zentrum des Programms stehen ein Baby und seine Eltern, die eine Schulklasse im Laufe des Schuljahres neunmal besuchen. Dabei werden die Schülerinnen und Schüler von ausgebildeten «Roots of Empathy»-Trainern darin angeleitet, die Entwicklung des Babys zu beobachten und seine Gefühle und Intentionen zu benennen, wie es in der Mitteilung heisst.

Jeder der Familienbesuche wird durch eine vor- und eine nachbereitende Schulstunde ergänzt. Durch das Baby sollen die Schulkinder lernen, wie sie ihre eigenen Gefühle, aber auch diejenigen anderer Menschen besser wahrnehmen können. Diese Fähigkeit ist ein wichtiger Bestandteil, um Mitgefühl zu entwickeln.

«Roots of Empathy» wurde 1996 von Mary Gordon in Kanada entwickelt. Inzwischen haben rund 750'000 Kinder in Kanada, den USA, Neuseeland, Irland, Grossbritannien und Deutschland daran teilgenommen.

Das Schweizer Pilotprojekt wurde von Ashoka Schweiz initiiert, einer Organisation zur Förderung sozialer Unternehmen. Fachlich unterstützt wird es zudem von der Pädagogischen Hochschule Zürich und gefördert durch die UBS Optimus Foundation, wie es in der Mitteilung heisst.

SDA/pia

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