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Möglicher Stadioninvestor springt ab

Ein vielversprechender Kandidat hat die Lust verloren, am Wettbewerb für ein neues Zürcher Fussballstadion teilzunehmen. Die Vorgaben der Stadt gehen ihm zu weit.

Das Hardturmareal in Zürich. Bild: Emanuel Ammon/Aura
Das Hardturmareal in Zürich. Bild: Emanuel Ammon/Aura

Rückschlag auf der Suche nach einem möglichen Investoren, der auf dem Zürcher Hardturmareal ein neues Fussballstadion baut. Die Immobilienfirma Halter, einst als ernsthafter Interessent gehandelt, hat sich dagegen entschieden, am Investorenwettbewerb teilzunehmen, den die Stadt ausrichtet. Das hat eine Sprecherin der Firma auf Anfrage gegenüber Redaktion Tamedia bekannt gegeben.

Ein Stadionprojekt auf dem Hardturm sei aus Sicht von Halter nur dann umsetzbar, wenn die Stadt in zwei Punkten Abstriche machen würde bei ihren Vorgaben. Einerseits geht es um den Umfang der finanziellen Beteiligung, andererseits um die städtebauliche Qualität, die verlangt wird. Konkreter wurde die Sprecherin nicht.

Unzufrieden mit den Wettbewerbsvorgaben sind dem Vernehmen nach auch andere potenzielle Investoren. Anlass für Kritik gibt etwa die Tatsache, dass die zusammen mit dem Stadion errichtete Wohnüberbauung zu einem Teil an eine gemeinnützige Trägerschaft übergeben werden müsste, und dass die beiden Fussballvereine FCZ und GC bis zum Bezug des Stadion Betriebsbeiträge in Millionenhöhe erwarten.

Einer von wenigen Kandidaten

Die Firma Halter ist eine der wenigen Firmen in der Schweiz, die Erfahrung im Stadionbau vorweisen kann. Sie hat in Luzern den Bau der neuen Arena realisiert – gemeinsam mit der Credit Suisse, die auch in Zürich eine wichtige Rolle spielt. Die Grossbank war einst Eigentümerin des Hardturmareals, ist aber mit einem eigenen Neubauprojekt an Einsprachen von Anwohnern gescheitert. Seither sieht sie sich in der Pflicht, dafür zu sorgen, dass es trotzdem noch ein neues Stadion gibt. Sie hat das Land deshalb an die Stadt abgegeben, geknüpft an eine entsprechende Auflage.

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