Gino Bornhausers Mörder ist tot

Der 36-jährige Brasilianer, der den bis heute verschwundenen Gino Bornhauser umgebracht hat, ist im Flughafengefängnis tot aufgefunden worden.

Hier ist der Mann ums Leben gekommen: Das Flughafengefängnis in Kloten. Bild: Nicola Pitaro

Hier ist der Mann ums Leben gekommen: Das Flughafengefängnis in Kloten. Bild: Nicola Pitaro

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Laut einer Medienmitteilung des Amtes für Justizvollzug ist ein brasilianischer Häftling gestern Montag tot in seiner Zelle aufgefunden worden. Der Häftling war 36 Jahre alt und befand sich wegen des Verdachts auf Mord in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland hat – wie bei Todesfällen in Gefängnissen üblich – eine Untersuchung eingeleitet. Es gibt aber keine Hinweise auf ein Fremdverschulden.

Zur Identität des Mannes will sich das Amt für für Justizvollzug nicht äussern. Laut TA-Recherchen handelt es sich um den Mörder von Gino Bornhauser. Der Mann hätte sich im Dezember vor dem Bezirksgericht Bülach verantworten müssen. Er war geständig, den 67-Jährigen nach einem Streit in Rafz am 22. April 2016 getötet zu haben. Er deponierte die Leiche in der Umgebung, konnte sich danach aber nicht mehr an den genauen Ort erinnern. Die Leiche ist immer noch nicht gefunden worden.

Petra Bornhauser, die Frau des Opfers, zeigt sich betroffen vom Tod des Täters. Einerseits sei sie wütend über das, was er getan habe, andererseits tue ihr seine Familie leid. Zumindest habe der Mann seine Tat in der Untersuchung gestanden. Sie fragt sich aber immer noch, warum ihr Mann sterben musste und will endlich wissen, wo sich seine Leiche befindet.

Erstellt: 03.10.2017, 11:37 Uhr

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