Nach Wahlsieg: Zürcher Grüne setzen voll auf Frauen

Bei den nationalen Wahlen müssen die bisherigen Männer zurückstehen. Ins Ständeratsrennen soll die Präsidentin steigen.

Soll die Ständeräte Ruedi Noser (FDP) und Daniel Jositsch (SP) herausfordern: Marionna Schlatter, Präsidentin der Zürcher Grünen.

Soll die Ständeräte Ruedi Noser (FDP) und Daniel Jositsch (SP) herausfordern: Marionna Schlatter, Präsidentin der Zürcher Grünen. Bild: Dominique Meienberg

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Nach dem erdrutschartigen Sieg bei den kantonalen Wahlen vom 24. März hat sich der Vorstand der grünen Partei auch für die eidgenössischen Wahlen vom Oktober ehrgeizige Ziele gesetzt. Im Nationalrat soll die Zürcher Delegation von zwei auf vier Personen erhöht werden. Und im Ständeratswahlkampf soll die 38-jährige Präsidentin Marionna Schlatter aus Hinwil antreten. Dies hat die der Vorstand der Partei gestern beschlossen.

Verabschiedet hat der Vorstand auch die Nationalratsliste. Überraschend figurieren auf den ersten beiden Plätzen nicht die beiden bisherigen Nationalräte Bastien Girod und Balthasar Glättli, sondern die 59-jährige Gewerkschafterin Katharina Preliz-Huber und Marionna Schlatter. Dann folgen Girod und Glättli und auf den Plätzen fünf und sechs zwei weitere Frauen von den jungen Grünen: Anika Brunner aus Hombrechtikon und Meret Schneider aus Uster.

Basis hat das letzte Wort

Spitzenkandidatin Preliz-Huber hat eine lange politische Karriere hinter sich, inklusive ein Nationalratsmandat, aus dem sie allerdings vor acht Jahren abgewählt worden ist. Die erfolgreiche Parteipräsidentin Marionna Schlatter ist Soziologin und hat ein klares grünes Profil. Sie ist die Initiantin der Kulturlandinitiative, die 2012 in der Volksabstimmung überraschend eine komfortable Mehrheit (54,5 Prozent) erhalten hatte.

Die Wahlvorschläge werden am 21. Mai dem Parteitag vorgelegt, welche die Nominationen dann definitiv beschliessen wird. (sch)

Erstellt: 03.04.2019, 12:03 Uhr

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