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Nachlass Fritz Schwarz geht ans Sozialarchiv

Das Schweizerische Sozialarchiv in Zürich erhält den Nachlass von Fritz Schwarz, einem der führenden Vertreter der freiwirtschaftlichen Bewegung der Schweiz. Diese vertrat die Meinung, der Boden gehöre der Allgemeinheit.

Die freiwirtschaftliche Bewegung trat in der Schweiz ab 1915 in Erscheinung. Ihre Anhänger waren der Ansicht, der Boden gehöre wie die Luft und das Licht der Allgemeinheit und der Staat solle ihn den Nutzniessern verpachten. Sie stellten sich gegen «die Zinsknechtung» und schlugen eine Geldreform vor.

Geldmenge regulieren

Dabei stützten sie sich auf die «Freigeldlehre» des Finanztheoretikers und Sozialreformers Silvio Gesell (1862-1930). Gesell schlug vor, die Geldmenge zu regulieren und durch so genanntes «Freigeld» Konjunkturschwankungen und Krisenanfälligkeit der Wirtschaft zu beheben.

Gesells Anhänger in der Schweiz waren die ersten, die trotz heftigem Widerstand des Bundesrates und der politischen Parteien freie Wechselkurse, Abschaffung des Goldstandards und Sicherheit der Kaufkraft des Frankens forderten.

Gedenkveranstaltung

Aus Anlass des 50. Todestages von Fritz Schwarz (17. November) lädt das Sozialarchiv am Dienstag, 11. November zur Veranstaltung «Fritz Schwarz und die Freiwirtschaftsbewegung» ins Theater Stadelhofen.

Es sprechen Anita Ulrich, Vorsteherin des Sozialarchivs, die Kulturvermittlerin Ruth Binde-Schwarz, der Sozialwissenschaftler Claude Million und die Historiker Jakob Tanner und Tobias Straumann. Eine weitere Veranstaltung zu Fritz Schwarz findet am 20. November im Käfigturm in Bern statt.

SDA/ep

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