Neues Quartier statt Schrebergärten in Zürich-Nord

Die Stadt Zürich plant auf einer ihrer grössten Landreserven ein neues Quartier. Auf dem Areal Thurgauerstrasse West sollen gemeinnützige Wohnungen für 2000 Menschen entstehen. Und vieles mehr.

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Die Testplanung für das rund 6,5 Hektaren grosse Areal an der Thurgauerstrasse in Zürich-Nord ist abgeschlossen. Mit André Odermatt (SP), Daniel Leupi (Grüne), Gerold Lauber (CVP) und Filippo Leutenegger (FDP) stellten gleich vier Zürcher Stadträte das Projekt heute Montag der Öffentlichkeit vor. Das städtebauliche Konzept stammt vom Team um Meili Peter Architekten.

Geplant ist eine geschlossene Bebauung entlang der Thurgauerstrasse im Quartier Leutschenbach. Drei je sechzig Meter hohe und zwei weitere halb so grosse Hochhäuser sollen zusammen mit den dahinterliegenden Querbauten und Höfen verschiedene Wohnformen ermöglichen, wie es in der Mitteilung des städtischen Hochbaudepartements heisst.

Um das neu entstehende Quartier zu beleben, sollen auf dem Areal auch Gastro-, Dienstleistungs- und Handwerksbetriebe Einzug halten. Die Baustruktur entlang der Thurgauerstrasse mit dem vorgelagerten Boulevard schaffe dafür in den Erdgeschossen gute Bedingungen, schreibt die Stadt.

Neues Schulhaus und Parkanlage

Auch ein neues Schulhaus soll entstehen. Dieses bietet dereinst nicht nur Platz für die Kinder der neuen Siedlung, sondern auch für jene der sich derzeit bereits im Bau befindlichen Projekte Leutschenbach-Kopf und Leutschenbach-Mitte. Pausenplatz, Allwetterplatz und Spielplatz sollen ausserhalb der Schulzeiten dem Quartier zur Verfügung stehen.

Den Eingang zum neuen Quartierteil wird ein grosszügiger, öffentlicher Platz darstellen. Der dahinterliegende Park dient in erster Linie der Erholung und verbindet die Einfamilienhausquartiere entlang der Grubenackerstrasse mit der neuen Überbauung.

Bezug ab 2023

Derzeit befinden sich auf dem Areal entlang der Thurgauerstrasse zahlreiche Familiengärten. Man sei seit längerem im Gespräch mit deren Betreibern, hiess es beim Hochbaudepartement auf Anfrage. Sie hätten schon lange Kenntnis von den Plänen der Stadt. Zudem lägen die Gärten ohnehin in der Bauzone.

Im kommenden Sommer werden die Gestaltungspläne für das Areal erarbeitet. Diese sollen nach dem Genehmigungsverfahren voraussichtlich 2018 in Kraft gesetzt werden. Die jeweiligen Architekturwettbewerbe für die Projekte sind für 2017/2018 geplant. Ab 2023 sollen die Bauten bezogen werden können. (pu/sda)

Erstellt: 11.05.2015, 18:31 Uhr

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