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Haus in Kloten geschenkt, saftige Steuer folgte gleich

Lukas Meier hat mächtig Ärger, obwohl es die Mutter nur gut mit ihm meinte. Statt einer gesicherten Existenz hat der Arbeitslose jetzt eine hohe Rechnung auf dem Tisch.

Dieses alte Bauernhaus sei ein wichtiger architekturhistorischer Zeuge für Kloten, befanden die Experten. Darauf stellte es der Stadtrat unter Schutz. Fotos: Sabina Bobst
Dieses alte Bauernhaus sei ein wichtiger architekturhistorischer Zeuge für Kloten, befanden die Experten. Darauf stellte es der Stadtrat unter Schutz. Fotos: Sabina Bobst

Bei Lukas Meier ist der Zapfen ab: «Ich hätte nie gedacht, dass man in der Schweiz von den Behörden so respektlos behandelt wird.» Seinen Ärger auf die Spitze getrieben hat vor zwei Wochen das Baurekursgericht. Es hat eine Beschwerde Meiers abgelehnt, mit der er sich gegen die Unterschutzstellung seines Hauses gewehrt hatte. Das gut 100-jährige Bauernhaus an der Lindenstrasse, in dem einst seine Grosseltern Landwirtschaft betrieben, wird also geschützt, wie es der Stadtrat von Kloten verfügt hat. Das Baurekursgericht schreibt dem Haus eine Schutzwürdigkeit von «mindestens mittlerem Grad» zu. Zusammen mit vier benachbarten Häusern bildet es ein bedeutendes Ensemble für das Ortsbild von Kloten, obwohl es eher am Ende der Stadt liegt. Meier kann es nicht fassen.

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