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Nordring bringt mehr Verkehr auf Umfahrungsstrassen

Damit die Limmattalbahn gebaut werden kann, will der Zürcher Regierungsrat Schlieren und Dietikon vom regionalen Durchgangsverkehr entlasten.

pia
Soll dereinst über 20 Stationen bedienen: Visualisierung der Limmattalbahn.
Soll dereinst über 20 Stationen bedienen: Visualisierung der Limmattalbahn.
Limmattalbahn AG

Im Zusammenhang mit der Limmattalbahn sollen in den nächsten Jahren die Umfahrungsstrassen in Schlieren und Dietikon ausgebaut werden. Dies ist einer der Schwerpunkte im Strassenbauprogramm 2013-2015 der Zürcher Regierung, welches am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Für die Realisierung der Limmattalbahn müssen die Zentren von Schlieren und Dietikon vom regionalen Durchgangsverkehr entlastet werden, schreibt der Zürcher Regierungsrat in einer Mitteilung vom Donnerstag zum Strassebauprogramm.

Die Limmattalbahn soll ab 2020 von Zürich-Altstetten bis Killwangen verkehren. Mit 27 Haltestellen auf 13,5 Kilometern werden die Gemeinden durchs Limmattal erschlossen. Weil die Bahn auf der Strasse verkehrt, müssen Spuren, Brücken und teils Unterführungen gebaut werden. Zudem sollen die beiden Umfahrungsstrassen Bern- und Überlandstrasse ausgebaut werden.

Ausbau Nordumfahrung blockiert

Diese beiden Strassen werden aber auch immer häufiger als Ausweichroute benutzt, wenn auf dem Nordring der Verkehr stockt oder steht, wie Anselm Schwyn vom Amt für Verkehr gegenüber der sda sagte. «Die Nordumfahrung mit dem Gubristtunnel muss ausgebaut werden.» Für den Kanton sei es von höchster Priorität, dass es dort vorwärts gehe.

Das Ausbauprojekt am Nordring ist jedoch blockiert - obwohl die eidgenössischen Räte die Mittel dafür bereits freigegeben haben. Denn die Verantwortung für den Bau der Nationalstrasse liegt beim Bund. Mehrere Beschwerden sind beim Bundesverwaltungsgericht hängig - unter anderem von der Gemeinde Weiningen. «Wir arbeiten intensiv an einer Lösung», sagte Schwyn. Bund und Kanton seien mit der Gemeinde Weiningen daran, eine einvernehmliche, aussergerichtliche Lösung zu finden.

Die Kapazitätserweiterung auf den beiden Umfahrungsstrassen für die Limmattalbahn bringe wenig, wenn das übergeordnete Autobahnnetz nicht ausgebaut werde, so Schwyn. Die Investitionskosten für die Anpassungen in Schlieren und Dietikon betragen gemäss Bauprogramm rund 30 Millionen Franken.

Jährlich rund 90 Millionen für Strassenbauprojekte

Konkret umgesetzt werden sollen in den nächsten drei Jahren zudem auch der Autobahnzubringer Obfelden/Ottenbach, dessen Kredit das Stimmvolk Ende September angenommen hatte und das Projekt «Uster West», wo eine niveaufreie Querung der SBB-Linie die beiden anderen Bahnübergänge entlasten soll.

Mit dem Bauprogramm erstattet der Regierungsrat dem Kantonsrat Bericht über die in den kommenden drei Jahren geplanten Projekte zur Erreichung der strategischen und verkehrspolitischen Ziele. Bis 2015 sollen jährlich zwischen 88 und 94 Millionen Franken in die Strasseninfrastruktur im Kanton Zürich investiert werden.

Wichtigstes Ziel des Strassenbauprogramms sind gemäss Regierungsrat die Entlastung der Ortszentren sowie die Erhöhung der Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden, insbesondere für Fussgängerinnen und Fussgänger. Für 13 Millionen Franken soll denn auch die Sicherheit für Fussgänger innerorts verbessert werden.

(SDA)

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