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Nun ist Biken auch in der Halle möglich

Schlechtes Wetter ist für Biker kein Argument mehr: Seit heute steht ihnen in Pfäffikon ZH die grösste Bikehalle Europas offen.

Biken in der Halle: In einer umgebauten Tennishalle in Pfäffikon können auch Anfänger gefahrlos üben.
Biken in der Halle: In einer umgebauten Tennishalle in Pfäffikon können auch Anfänger gefahrlos üben.
Sophie Stieger

Schlammige Trails? Strömender Regen? Klirrende Kälte? All das kann Bikern ab sofort nichts mehr anhaben. In Pfäffikon ZH ist heute Samstag die erste Bikehalle Europas eröffnet worden. In einer ehemaligen Tennishalle finden sich auf 2500 Quadratmetern genügend «Spielplätze», um Sprünge, Tricks, aber auch Balance und Reaktionsfähigkeit im Gelände zu üben.

Herzstück ist der sogenannte Pump Track, der aussieht wie ein aufgewühltes, unter einer Schicht Asphalt erstarrtes Meer. Profis heben hier ab, springen gefühlt bis hoch zur Hallendecke. Am spektakulärsten ist aber ein Becken, gefüllt mit Schaumstoffstücken. Hier lassen sich gefahrlos halsbrecherische Sprünge üben. Dennoch: Es braucht ziemlich viel Mumm, über die Schanze ins Schaumbecken zu springen. Das gibt selbst Thomas Wildling zu, der Initiator der Halle: «Obwohl man sich überhaupt nicht wehtun kann.»

Für alle Velofahrer offen

Wildling ist überzeugt, dass der Indoor-Bikepark sein Publikum finden und rentieren wird: «Er richtet sich nicht nur an BMX-Fahrer, Freestyler und Mountainbiker, sondern an alle, die gern Velo fahren. Nirgends sonst kann man so viele Grundlagen wie Gleichgewicht und Gefühl für sein Velo erlernen.» Wie viel die Halle insgesamt gekostet hat, will er nicht verraten. Nur so viel: Allein der Pump Track schlug mit 350'000 Franken zu Buche.

Am Samstag drängen sich unzählige Bike-Begeisterte in der Halle; viele wagen sich selbst auf die Piste. «Cool» finden Josiah (17), Oli (18) und Lucas (14) den Track. Vor allem das Schaumstoffbecken begeistert sie. Dem 9-jährige Leon gefallen die grossen Wellen am besten. Er macht bereits Sprünge wie ein Grosser, die Augen leuchten, die Wangen sind, so weit unter dem Integralhelm sichtbar, gerötet. Markus (46) gehört schon fast zu den Opas auf der Piste. Dennoch sagt er, er fühle sich wohl, obwohl er nun wirklich nicht trainiert sei: «Die Atmosphäre ist angenehm.»

Am Sonntag ab 11 Uhr ist die Halle noch einmal für alle Interessierten offen. Profis zeigen spektakuläre Tricks, dazwischen darf das Publikum die Anlagen benutzen. Ab Montag ist der Bikepark regulär offen. Ab dann sind aus Sicherheitsgründen nicht mehr als 30 Fahrerinnen und Fahrer gleichzeitig in der Halle zugelassen; wer sicher zum Fahren kommen will, kann im Voraus reservieren. Der Eintritt kostet 25 Franken für zwei Stunden.

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