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O Schatz, ein Duromatic!

Vor 70 Jahren brachte die Tösstaler Firma Kuhn Rikon den ersten Dampfkochtopf auf den Markt. Das Küchenwunder war geboren.

Ein Rückblick in Bildern: So warb Kuhn Rikon für ihren Duromatic in der Vergangenheit. Video: Wibbitz/Tamedia/PD/net

Die Mutter erhielt ihn von ihren Eltern zur Hochzeit geschenkt – und freute sich tatsächlich darüber. Ein Duromatic! Er ist heute noch in Betrieb. Der als Küchenwunder angepriesene Dampfkochtopf kam vor siebzig Jahren auf den Markt.

Es war Jacques Kuhn, der 1949 ein neuartiges Ventil zum Patent anmeldete. Er führte in zweiter Generation zusammen mit seinem Bruder Henri das Zürcher Familienunternehmen Kuhn in Rikon.

Sein Vater Heinrich hatte 1926 die nach einem Grossbrand vor dem Konkurs stehende «Pfanni» gekauft und die Eigenmarke Duro auf den Markt gebracht, eine Pfanne aus Aluminium, die optimal geeignet für das Kochen auf den neumodischen Elektroherden war. Zusammen mit dem neuen Ventil entstand daraus der Duromatic.

Erst pfeift er, dann zischt er

Man kann sich lebhaft vorstellen, wie damals die Familie um den Kochtopf stand, gespannt auf das Erscheinen des ersten Rings, dann auf das des zweiten Rings wartete. Wie etwas bange Gefühle sie beschlichen, als der Topf leise zu pfeifen begann. Und dann der Schreck, wenn unter Zischen und Fauchen der Überdruck entwich.

Das ursprüngliche Ventil tut seinen Zweck bis heute. Es wurde später nur durch einen Schutz vor dem heissen Dampf ergänzt. Seit 2015 gibt es den Duromatic allerdings auch als halbautomatischen Topf mit Sensoren und digitaler Technologie, dieses Jahr beginnt er sogar via App mit uns und dem dafür ausgerüsteten Kochherd zu kommunizieren.

Allerdings steht in vielen Haushalten noch der gute alte Duromatic, vielerorts in dem Siebzigerjahrdesign mit aufgedruckten Kochzeiten. Denn Ersatzteile sind immer noch lieferbar.

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