Passagierjet muss wegen Kleinflugzeug durchstarten

Eine kleine Maschine aus Deutschland hat den Luftverkehr am Zürcher Flughafen gestört. Der Pilot flog gleich zweimal illegal in den Luftraum ein.

Unregelmässiger Flugverkehr wegen eines Kleinflugzeuges: Der Flughafen Zürich.

Unregelmässiger Flugverkehr wegen eines Kleinflugzeuges: Der Flughafen Zürich. Bild: Pia Wertheimer

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Wegen eines einmotorigen Kleinflugzeuges mit deutscher Immatrikulierung musste am Vormittag am Flughafen Zürich eine Passagiermaschine durchstarten. Das bestätigt Vladi Barrosa, Sprecher der Flugsicherung Skyguide, auf Anfrage. «Während rund zehn Minuten mussten wir Flugzeuge im Anflug umleiten. Sie konnten deshalb nicht wie geplant landen.»

Das kleine Motorflugzeug befand sich unerlaubt und ohne Funkkontakt mit den verantwortlichen Lotsen im Luftraum des Zürcher Flughafens. Die deutsche Maschine flog danach Richtung Birrfeld weiter, bevor sie wieder Richtung Flughafen Zürich zurückkehrte und abermals unerlaubterweise in den Nahverkehrsbereich des Flughafens Zürich flog.

«Wir werden den Vorfall rapportieren», sagt Barrosa. Ob sich die Schweizerische Unfalluntersuchungsstelle (Sust) einschalten wird, ist derzeit noch unklar.

Lotsen fordern Taten

Erst kürzlich haben die Fluglotsen genau wegen derartiger Vorkommnisse Alarm geschlagen. Innerhalb der vergangenen vier Wochen hat die Flugsicherung Skyguide ein Dutzend Eindringlinge registriert. Die Vorfälle geschahen im sogenannten Nahverkehrsbereich des Zürcher Flughafens. Dabei handelt es sich um die unmittelbare Umgebung eines Airports, in der die Flugverkehrsleiter die An- und Abflüge regeln. Jeder Pilot, der diesen Luftraum benutzen will, muss sich zwingend bei den Lotsen anmelden und ihre Anweisungen befolgen.

Die Lotsengewerkschaft Aerocontrol verlangt deshalb vom Bundesamt für Zivilluftfahrt, dass es die Luftraumstruktur vereinfacht und damit für Freizeitpiloten verständlicher gestaltet.

Erstellt: 24.07.2015, 14:53 Uhr

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