Gesichtserkennung am Zürcher Flughafen

Wer am Flughafen Zürich einreist, kann seit heute eine automatisierte Passkontrollschleuse benutzen. Ein Pilotbetrieb soll ausloten, ob sich diese Methode bewährt.

Wie in Berlin, so in Zürich: am Flughafen gibt es neu ein Pilotprojekt für Passkontrolle mittels Gesichtserkennung.

Wie in Berlin, so in Zürich: am Flughafen gibt es neu ein Pilotprojekt für Passkontrolle mittels Gesichtserkennung. Bild: Wolfgang Kumm/Keystone

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Passagiere und Passagierinnen sollen dank der modernen Technik den Grenzübertritt speditiv absolvieren können, ohne dass die Sicherheit des Landes beeinträchtigt werde, schreibt die Zürcher Kantonspolizei in einer Medienmitteilung vom Mittwoch.

Bei der Einreise im Airside Center stehen nun neben den herkömmlichen Schaltern vorerst acht automatisierte Passkontrollschleusen zur Verfügung, die freiwillig von Bürgern der Schweiz und der EU mit einem gültigen biometrischen E-Pass genutzt werden können.

Überprüft mit Fahndungsregister

In der Schleuse werden die Daten des Passes mit dem live aufgenommenen Porträtbild verglichen. Gleichzeitig zu dieser biometriegestützten Gesichtsprüfung werden die Passdaten im Fahndungsregister überprüft. Ergibt sich nichts Verdächtiges, öffnet sich die Ausgangstüre.

Der Pilotbetrieb ist auf mehrere Monate ausgelegt. Er soll als Grundlage für den späteren Entscheid dienen, ob die automatisierten Passkontrollen definitiv eingeführt und die Schleusen auch bei der Ausreise installiert werden.

Internationales Vorgehen

Ähnliche Systeme stehen bereits an anderen Flughäfen – etwa in Amsterdam – im Einsatz. Der Zürcher Versuch wird von der Kantonspolizei geleitet. In die Planung wurde aber auch das Grenzwachtkorps einbezogen, da dieses automatisierte Passkontrollschleusen auch am Flughafen Genf einführen will. (meg/sda)

Erstellt: 27.09.2017, 14:56 Uhr

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