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In den «Leuenhof» beim Paradeplatz kommt eine Bank

Der von Tilla Theus umgestaltete ehemalige Sitz der Bank Leu an der Bahnhofstrasse kriegt einen neuen Mieter.

Der «Leuenhof» mit seinen markanten Treppengiebeln gehört zum gleichen Komplex wie das Grieder-Hauses am Paradeplatz.
Der «Leuenhof» mit seinen markanten Treppengiebeln gehört zum gleichen Komplex wie das Grieder-Hauses am Paradeplatz.
Doris Fanconi

Die Genfer Privatbankgruppe Pictet zieht in Zürich an den Paradeplatz. Das Institut verlegt seine Niederlassung an die Bahnhofstrasse 32, in den sogenannten Leuenhof. Damit residiert die Genfer Bank künftig in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Bankgrössen der Stadt: Credit Suisse, UBS, Julius Bär und Zürcher Kantonalbank (ZKB) haben ganz in der Nähe ihren Hauptsitz.

Der im Renaissance-Stil erbaute Leuenhof, mit den markanten Treppengiebeln gehört zum gleichen Komplex wie das Grieder-Haus am Paradeplatz und gilt als eines der bemerkenswertesten historischen Gebäude der Bahnhofstrasse. Früher residierte hier die traditionsreiche Bank Leu mit ihrem Hauptsitz, bevor sie in der Credit Suisse aufging.

Von Bausünden befreit

Das denkmalgeschützte Gebäude wird derzeit von Architektin Tilla Theus von alten Bausünden befreit, etwa den Raumunterteilungen in der repräsentativen Bankschalterhalle im Erdgeschoss. Diese habe im Zeitalter der Digitalisierung ihren ursprünglichen Zweck verloren, jetzt soll sie in ein gehobenes Ladenlokal verwandelt werden. So soll sie wieder besser einsehbar sein, samt stuckverziertem Gewölbe, Säulen und Marmorverkleidungen. Theus hat sich einen Namen gemacht mit der Sanierung denkmalgeschützter Objekte wie dem Jelmoli-Warenhaus oder dem Hotel Widder.

Das Gebäude werde nach dem Umbau auch über eine moderne Gebäudetechnologie verfügen, teilte die mit der Abwicklung des Mandats beauftragte SPG Intercity am Donnerstag mit.

Verkauft für 346 Millionen

Die teilhabergeführte Pictet-Gruppe ist in den Bereichen Wealth Management, Asset Management und Asset Services tätig. Auf Mitte dieses Jahres wird das Institut einen prominenten Neuzugang haben: Der frühere Chef der Bank Julius Bär, Boris Collardi, wird neu Teilhaber bei Pictet.

Kurz nach dem aufsehenerregenden Verkauf des Grieder-Hauses von Credit Suisse an Swatch hatte die Bank 2016 auch den Leuenhof veräussert, an die Swiss-Prime-Anlagestiftung. Gemäss «Finanz und Wirtschaft» betrug der Kaufpreis 346 Millionen Franken.

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