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Plakatkrieg auf Äckern und in Dörfern

Bei der Bewilligung zum Plakatieren ist der Kanton Zürich kleinlich. Kantonsratskandidaten sprechen von «Beamtenwillkür» und werfen den Behörden vor, sie würden die Demokratie gefährden.

1734 Kandidaten und Kandidaten wollen am 12. April in den Kantonsrat gewählt werden. Erst 159 sitzen bereits im Rat und verfügen über einen gewissen Bekanntheitsgrad. Die anderen müssen sich mit Plakaten, Inseraten, Flyern, ­Leserbriefen, Standaktionen oder an ­Podiumsdiskussionen in halb leeren ­Sälen den Wählerinnen und Wählern in Erinnerung rufen.

Klar ist: Ohne Geld geht gar nichts. Ein Kantonsrat verdient pro Jahr 15'000 bis 20'000 Franken. Um gewählt zu werden, muss er ein rundes Jahresgehalt in die Hand nehmen. Ein Beispiel: Der Versand eines Flyers in alle Haushaltungen des Bezirks Meilen kostet rund 7500 Franken. Mit weiteren 5000 bis 10'000 Franken lässt sich fast das ganze Seeufer von Stäfa bis Zürich plakatieren. Ein einzelnes Plakat an einer kommer­ziellen Plakatstelle kostet pro Monat 300 bis 600 Franken.

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