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Politik mit dem System Sippenhaft

Der «Fall Flaach» ist ein Lehrstück dafür, was passiert, wenn Politiker nur ihre Empörung bewirtschaften.

Vom tragischen Einzelfall zur Behauptung, das ganze System sei falsch: In einer Demonstration am Bürkliplatz im März 2015 wird die Entmachtung der Kesb gefordert.
Vom tragischen Einzelfall zur Behauptung, das ganze System sei falsch: In einer Demonstration am Bürkliplatz im März 2015 wird die Entmachtung der Kesb gefordert.
Keystone

Am Dienstag stand Mike K. vor Gericht, dessen persönliche Tragödie im ganzen Land als «Fall Flaach» bekannt wurde und namentlich für die SVP Grund für eine beispiellose Kampagne gegen die Kindes- und Erwachsenschutzbehörden (Kesb) wurde.

Die Verhandlung endete mit einem bemerkenswerten Satz aus dem Mund des Vaters: «Ich kenne nun die ganzen Hintergründe und kann sagen, dass die Kesb und andere Behörden keine Schuld trifft.» Bemerkenswert ist der Satz, weil Mike K. damit eine Kehrtwende vollzieht. Noch vor einem Jahr war er von der Schuld der Kesb überzeugt. Bemerkenswert ist der Satz aber auch, weil darin ein Eingeständnis steckt, dass andere die Schuld tragen: Mike K. selbst und seine Frau.

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