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24-Jährige stirbt nach Streit in Au-Wädenswil

Die Kantonspolizei Zürich hat in Au in einer Wohnung eine tote Frau gefunden. Um das elfmonatige Kind kümmert sich die Kesb.

Einsatzkräfte sind in Au ZH mit mehreren Fahrzeugen vor Ort. (Video: Tamedia/20 Minuten)

Es war gegen 9 Uhr gestern Sonntagmorgen, als ein Mann auf der Hauptwache der Stadtpolizei Zürich erschien und den Beamten sagte, seiner Frau gehe es nicht so gut: «Ich habe mich mit ihr gestritten.» Umgehend rückten Einsatzkräfte von Stadt- und Kantonspolizei sowie des Rettungsdienstes zur Wohnung des Paares in Au-Wädenswil aus.

Sie fanden die Partnerin des 33-jährigen Deutschen, eine 24-jährige Schweizerin, tot in der Wohnung vor. Das gemeinsame, elf Monate alte Kind schien gemäss Kapo-Sprecher Florian Frei körperlich unversehrt. «Es ist sicherheitshalber zur ärztlichen Betreuung ins Kinderspital Zürich gebracht worden.» Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (Kesb) würden sich darum kümmern, was mit dem Bub weiter geschieht.

Unklar, ob er der Polizei bekannt war

Die Stadtpolizei Zürich hat den mutmasslichen Täter umgehend verhaftet und der Kantonspolizei übergeben. Die Beamten gehen derzeit davon aus, dass der Mann die Frau im Streit getötet hat. Kapo-Sprecher Florian Frei macht keine Angaben dazu, ob der 33-Jährige den Behörden wegen häuslicher Gewalt oder weiterer Delikte bereits bekannt war. Auch zu einer allfälligen Tatwaffe macht die Polizei vorerst keine Angaben.

Weiter ist unklar, warum sich der Mann bis nach Zürich aufmachte, um sich zu stellen. Die genauen Umstände und die Hintergründe der Tat würden nun von Staatsanwaltschaft und Kantonspolizei untersucht. Neben den Sicherheitskräften standen ein Rettungswagen, ein Notarzt des See-Spitals Horgen, das Forensische Institut Zürich sowie das Institut für Rechtsmedizin der Universität Zürich im Einsatz.

An der Alvierstrase in Au ZH läuft derzeit ein Polizeieinsatz. (Foto: Conradin Knabenhans)
An der Alvierstrase in Au ZH läuft derzeit ein Polizeieinsatz. (Foto: Conradin Knabenhans)

Im betroffenen Quartier, an der Alvierstrasse, stellen sich die Leute viele Fragen. Im Haus, einem Wohnblock mit 24 Parteien, ist wenig über die Tat bekannt. Auch die betroffene Familie kannte man kaum. Eine Bewohnerin gibt an, am Morgen gegen 10 Uhr vor dem Haus eine Frau – vielleicht eine Angehörige – schreien gehört zu haben. Eine Nachbarin, die in der Wohnung gleich nebenan lebt, sagt, sie habe rein gar nichts mitbekommen: «Kein Streit, kein Lärm.» Dass ein Kind in der Wohnung lebte, habe sie erst mitbekommen, als die Polizei am Sonntag die Siedlung betrat.

Der Wädenswiler Stadtpräsident Philipp Kutter (CVP) bedauert das Vorgefallene sehr. Es handle sich um ein ruhiges Wohnquartier, «nicht reich, aber auch nicht als schwierig bekannt», sagt der Nationalrat. «Das Schicksal der Familie stimmt mich traurig.» Er hofft, die Hintergründe der Tat könnten bald geklärt werden. «Das hilft bei der Verarbeitung, bei den Betroffenen und in der Umgebung.»

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