Polizei stoppt Guerilla-Aktion der Jungfreisinnigen

Rund um das Zürcher Seebecken gibt es 13 lizenzierte Glacestände. Viel zu wenig für die FDP-Jungpartei. Zur Lancierung ihrer Petition griff sie zum Pinsel – mit Folgen.

Auf einer Länge von gut 300 Metern haben die Jungfreisinnigen die Seepromenade sozusagen ergänzt.

Auf einer Länge von gut 300 Metern haben die Jungfreisinnigen die Seepromenade sozusagen ergänzt. Bild: PD

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Mit Farbkübeln und -rollern sind mehrere Jungfreisinnige in der Nacht auf Samstag beim Hafen Enge aufgekreuzt. Ihr Plan: Zur Lancierung ihrer Petition «Meh Glace für Züri» dieses Motto und einen fetten blauen Streifen auf den Boden der Seepromenade malen – mit «umweltverträglicher Rasenmalfarbe», die bei Regen verschwinden soll.

«Eigentlich wollten wir die Botschaft rund um das Seebecken anbringen», sagt Bettina Fahrni, Präsidentin der Jungfreisinnigen der Stadt Zürich. Doch nach rund 40 Minuten und gut 300 Metern erhielten die Jungpolitiker Besuch – von der Polizei. «Irgendjemand muss sie alarmiert haben», sagt Fahrni. Mit der Malerei war es vorbei. Die Jungfreisinnigen mussten ihre Personalien angeben. Die Stadtpolizei Zürich prüft wegen des Sachschadens – die Schrift ist zum Teil noch sichtbar –, ob weitere Massnahmen eingeleitet werden.

Zehn Jahre auf der Warteliste für einen Stand

Die Jungfreisinnigen stören sich daran, dass rund um das Seebecken – zwischen China- und Rentenwiese – aktuell nur 13 Stände Glace verkaufen dürfen. «Das Angebot ist zu knapp, und die Warteschlangen sind endlos», sagt Fahrni. «Dabei hätte es genug Platz für mindestens doppelt so viele Stände.» Zudem würden die Lizenzen unbefristet ausgestellt. «Wer einen Glacestand betreiben will, muss sich auf eine Warteliste setzen lassen und mindestens zehn Jahre gedulden.»

Das soll sich ändern – und die Jungfreisinngen wollen überdies das Angebot erweitern: «Uns schweben Lizenzen vor auch für Food-Trucks oder junge Start-ups, die hier ihr Essensangebot präsentieren oder testen lassen wollen», so Fahrni. (Übernommen von «20 Minuten», bearbeitet von TA)

(rom)

Erstellt: 17.07.2017, 08:55 Uhr

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