Polizei warnt vor neuer Phishing-Methode

Im Kanton Zürich sind mehrere hundert Fälle einer neuen Phishing-Variante aufgetreten. Ins Visier geraten sind Nutzerdaten der Post. Damit kaufen die Betrüger online Waren.

Fällt man auf einen Phishing-Versuch herein, geht das Paket an die Betrüger und die Rechnung ans Opfer.

Fällt man auf einen Phishing-Versuch herein, geht das Paket an die Betrüger und die Rechnung ans Opfer. Bild: Reto Oeschger

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Beim Phishing versuchen Täter mit Fake-E-Mails oder gefälschten Websites an vertrauliche Karteninformationen und Login-Daten von Internetnutzern zu gelangen. Dabei locken die Täter die Nutzer unter einem Vorwand auf die gefälschte Webseite und fordern sie dazu auf, das Benutzerkonto neu zu verknüpfen. So gelangen die Betrüger an die vertraulichen Daten.

Mit der erschlichenen Identität des Kunden bestellen die Betrüger in Onlineshops gegen Rechnung Bestellungen. Sobald die Versandbestätigung der Post eintrifft, leiten sie das Paket unter «Meine Sendungen» an eine andere Adresse um. Während das Paket zu den Betrügern geht, erhält der betroffene Kunde die Rechnung.

Die Betrüger befinden sich im Ausland, leiten die Pakete oft an Hoteladressen oder Paketautomaten um und lassen sie von sogenannten Paketagenten abholen, wie die Kantonspolizei Zürich in einer Mitteilung schreibt.

Misstrauen ist angesagt

Sie weist darauf hin, dass seriöse Dienstleister oder Behörden niemals über E-Mail oder Telefon zur Angabe von Passwörtern oder Login-Daten auffordern. Man solle also sofort misstrauisch werden, wenn man E-Mails bekommt, die persönliche Daten verlangen. Solche Mails sollen gelöscht werden, ohne zuvor auf Links zu klicken.

Auch warnt die Polizei davor, sich als Paketagent anwerben zu lassen, welche unter anderem in Stellenangeboten gesucht werden. Auch sollte man keine Pakete von unbekannten Personen entgegennehmen oder weiterleiten.

(pu)

Erstellt: 02.02.2018, 10:23 Uhr

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