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Polizeiführung von allen Seiten kritisiert

Bürgerliche Politiker werfen der Führung der Stadtpolizei vor, an der illegalen Party vom Samstagabend zu spät eingegriffen zu haben. Und die Linken werfen ihr unnötige Härte vor.

Die Polizei setzt Tränengas und Gummischrot ein um der Lager Herr zu werden.
Die Polizei setzt Tränengas und Gummischrot ein um der Lager Herr zu werden.
Leserreporter
Setzten Container in Brand.
Setzten Container in Brand.
Carles Torres, Leserreporter
Die Ausschreitungen reichen bis ins Zürcher Seefeld.
Die Ausschreitungen reichen bis ins Zürcher Seefeld.
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So überraschend die Bellevue-Party zustande gekommen war, so vorhersehbar begann gestern Sonntag die Schuldzuweisung der Politiker. Die Stadtpolizei hatte zwar Kenntnis vom Aufruf, war aber nicht in der Lage, die um 23 Uhr blitzartig von 40 auf über 1000 Personen anschwellende Menschenmenge weg zu weisen.

Laut SVP-Fraktionschef Mauro Tuena hatte die Polizei an jenem Abend eine schwierige Aufgabe zu erfüllen. «Es war Knabenschiessen und ein lauer Spätsommerabend», so Tuena. Er bemängelt jedoch, dass «vielleicht der Wasserwerfer zu spät am Ort des Geschehens eintraf.» Die Stadtpolizeiführung habe die Situation wohl im Vorfeld «zu locker» eingeschätzt. «Dass dort etwas stattfinden würde, wusste man. Auch bei illegalen Partys gilt das Null-Toleranz-Prinzip.»

«Gewaltspirale selbst ausgelöst»

Völlig anders sieht es die Linke – und ein Grossteil der Partyleute. Die Polizei habe – so ein Augenzeuge – mit Gummischrot und Tränengas «ohne Vorwarnung ahnungslose Leute im Ausgang angegriffen». Für den grünen Gemeinderat und Ständeratskandidaten Balthasar Glättli ist die SVP-Forderung nach härterem Einsatz unglaubwürdig: «Ausgerechnet die SVP hat die Stellenaufstockung für die Polizei abgelehnt.»

SP-Gemeinderätin Rebekka Wyler glaubt, dass die Polizei durch ihren überraschenden Angriff «die Gewaltspirale selbst ausgelöst hat». Wenn man die friedliche Party hätte laufen lassen, «wäre allenfalls nichts passiert». Die Analyse der Stadtpolizei über die Vorfälle ist noch nicht abgeschlossen.

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