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Polizeivorsteher entschuldigt sich

Stadtrat Richard Wolff hat dem Mann, der vor den Augen seines Sohnes in Handschellen aus einem Limmatschiff abgeführt worden war, einen Brief geschrieben. Darin bezeichnet er die Handlung als «unglücklich».

Schauplatz des Streits: Ein Limmatschiff legt beim Landesmuseum an.
Schauplatz des Streits: Ein Limmatschiff legt beim Landesmuseum an.
Nicola Pitaro

Der Zürcher Polizeivorsteher Richard Wolff entschuldigt sich in einem Brief bei jenem Mann, der im vergangenen August in Handschellen von einem Limmatschiff geführt und danach an ein Geländer gebunden wurde. «Diese Situation müssen Sie als sehr demütigend empfunden haben», hält er in dem Schreiben vom 21. August 2013 fest, aus dem die NZZ in ihrer heutigen Ausgabe zitiert. «Diese Handlung ist in der Tat unglücklich verlaufen, wofür ich mich auch im Namen der Stadtpolizei entschuldige.»

Der Vorfall vom letzten Sommer sorgte für Schlagzeilen. Der 45-jährige Kurde, der seit gut zehn Jahren in Zürich lebt, wollte seinem Sohn im Limmatschiff einen Apfelschnitz geben und wurde dabei von den Angestellten zurechtgewiesen, Essen sei an Bord nicht erlaubt. Es kam zu einer Auseinandersetzung mit Vorwürfen auf beiden Seiten. Schliesslich wurde die Polizei hinzugezogen, die den Mann vor den Augen seines Sohnes abführte, weil er sich weigerte, das Schiff zu verlassen.

Juristisch ist der Fall noch nicht abgeschlossen. Gegen den 45-Jährigen läuft ein Verfahren wegen Nichtbefolgens einer polizeilichen Anordnung. Auch für den Sohn des Mannes hat der Vorfall Folgen: Gemäss einer ärztlichen Bestätigung, welche der NZZ vorliege, habe er danach Probleme gehabt, nachts einzuschlafen, unter Panikanfällen gelitten und das Essen verweigert. In einer handschriftlichen Notiz habe der AL-Stadtrat am Ende seines Briefes angemerkt, er hoffe, dass das Kind inzwischen wieder gut schlafen könne.

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