Priska Seiler Graf tritt als Stadträtin zurück

Der Rücktritt aus der Klotener Regierung habe nichts mit ihren Ambitionen als Schweizer SP-Präsidentin zu tun.

Priska Seiler Graf, SP-Nationalrätin aus Kloten und Anwärterin aufs nationale SP-Präsidium. Foto: Andrea Zahler

Priska Seiler Graf, SP-Nationalrätin aus Kloten und Anwärterin aufs nationale SP-Präsidium. Foto: Andrea Zahler

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Stadträtin Priska Seiler Graf schaltet einen Gang höher. Im Nationalrat wurde sie in die Geschäftsprüfungskommission gewählt, in der besonders viele Sitzungen anfallen. Nun will sie Ende Juni die Klotener Exekutive verlassen, wie der «Klotener Anzeiger» schreibt. «Nein, mein Rücktritt hat nichts mit meiner Kandidatur für das SP-Präsidium zu tun», sagt sie gegenüber dem Lokalblatt.

Doch genau dies ist der erste Gedanke. Die kantonale SP-Co-Präsidentin und Klotener Sicherheitsvorsteherin Priska Seiler Graf und der Unterwalliser Nationalrat Mathias Reynard bewerben sich gemeinsam für die Nachfolge von SP-Präsident Christian Levrat. Seiler Graf ist seit 2005 Kantonsrätin, seit 2010 Stadträtin in Kloten und seit 2015 Nationalrätin. Im Nationalrat bleibt sie – neben der Geschäftsprüfungskommission – weiterhin in der Sicherheitskommission. Dort engagiert sie sich unter anderem als Kampfjetgegnerin.

Zusätzliche Belastung in Bern

Ihr Rücktritt aus dem Klotener Stadtrat stehe im Zusammenhang mit der zusätzlichen Belastung in Bern, sagt sie. Als GPK-Mitglied müsse sie sich intensiv auf Geschäfte vorbereiten, in denen es um die Aufsicht über die bundesnahen Betriebe wie Postauto AG oder Ruag gehe. «Das erfordert Sachkenntnis.»

Als möglicher Nachfolger im Klotener Stadtrat nennt der «Klotener Anzeiger» SP-Gemeinderat Christoph Fischbach, von Beruf Steuerkommissär beim kantonalen Steueramt. Sollte Seiler Graf Schweizer SP-Co-Präsidentin werden – die Wahl ist im März –, würde sie auch als Zürcher Co-Präsidentin aufhören. Andreas Daurù, der andere Zürcher Co-Präsident, möchte gerne weitermachen, «wenn möglich weiterhin in der Kombination Mann/Frau und national/kantonal», wie er auf Anfrage sagte.

(rba)

Erstellt: 13.02.2020, 17:10 Uhr

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