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Protest der Juweliere und Rechtsanwälte

Das Gewerbe rund um die Bahnhofstrasse sammelt Unterschriften gegen die Schliessung der Fraumünsterpost. Wenigstens die Postfächer in der Nähe sollen erhalten bleiben.

Verlust: Die Nachbarn befürchten, dass am repräsentativen Sitz der Fraumünsterpost bald ein «gesichtsloses» Unternehmen ohne Laufkundschaft einzieht.
Verlust: Die Nachbarn befürchten, dass am repräsentativen Sitz der Fraumünsterpost bald ein «gesichtsloses» Unternehmen ohne Laufkundschaft einzieht.
Walter Bieri, Keystone

Es sind illustre Namen, die diese Unterschriftensammlung zieren: Türler, Jimmy Choo, Loro Piana, Christian Dior. Diese Geschäfte an der Bahnhofstrasse verlieren auf Anfang 2016 nämlich «ihre Poststelle». Etwas, das sie nicht ohne Protest hinnehmen wollen, wie sie in einem offenen Brief an die Schweizerische Post schreiben.

Die Fraumünsterpost soll aufgehoben und durch eine Poststelle an der Uraniastrasse ersetzt werden. Postfächer gibt es dort keine mehr, die Post bietet aber kostenlosen Ersatz in der neuen Sihlpost an. Diese sei mit den öffentlichen Verkehrsmitteln aber mehr als eine Viertelstunde entfernt, heisst es im Protestbrief. «Ein grosser Verlust» sei dies, speziell für Verbände, Kleingewerbler und Familienunternehmen.

Kompromiss vorgeschlagen

Zudem verkörpere der klassizistische Bau neben dem Zürcher Stadthaus das Gesicht der Post in Zürich. Es sei zu befürchten, dass hier nun ein weiteres anonymes Unternehmen ohne Laufkundschaft und Aussenwirkung einziehe. Deshalb schlagen die Betroffenen vor, am Standort Fraumünsterpost den Betrieb nur zu reduzieren – «abgestimmt an die geänderten Kundenbedürfnisse und Frequenzen.»

Dass diese zurückgegangen sind, ist den Betroffenen nicht entgangen, wie sie schreiben. Doch sie bitten die Post dringlichst, wenigstens die Postfächer in der Nähe beizubehalten. Man sei durchaus bereit, Abstriche beim Angebot in Kauf zu nehmen und allenfalls auch mehr zu bezahlen.

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