Zum Hauptinhalt springen

Prügelnde Schüler werden psychologisch betreut

Nach den Prozesstagen gegen die drei Küsnachter Schüler in München würden die Jugendlichen von Heulkrämpfen übermannt. Das sagt der Direktor der Haftanstalt, in der sie einsitzen.

Im Gerichtssaal markieren Mike, Benji und Ivan die harten Jungs, doch kaum sind die Prügel-Schüler jeweils zurück im Gefängnis, werden sie offenbar von ihren Gefühlen und Heulkrämpfen übermannt. Das sagt der Direktor der Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim, Michael Stumpf, gegenüber dem «Sonntag»: «Wir mussten intervenieren, so sehr berührt kamen sie jeweils aus den Verhandlungen.»

Konkret: Sozialarbeiter und Psychologen wurden aufgeboten, um die aufgelösten Jugendlichen in der Haftanstalt zu betreuen. Zu den psychologischen Interventionsmassnahmen kam es insbesondere nach den Aussagen des Versicherungskaufmanns, der fast zu Tode geprügelt wurde.

Damit geben die Jugendlichen hinter Gittern ein völlig anderes Bild ab, als sie vor Gericht vermitteln. «Man kann sie emotional durchaus erreichen», sagt Anstaltsdirektor Stumpf: «Sie sind sehr beeindruckt von dem, was sie im Gerichtssaal über ihre Taten hören.» Die heftig kritisierte Taktik der Verteidiger irritiert auch Anstaltsdirektor Stumpf: «Mich erstaunt diese Strategie. Ich erwarte von einem Täter, dass er Einsicht zeigt.»

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch