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Publibikes lassen sich problemlos knacken

Der Firma Publibike, die in Zürich den offiziellen städtischen Veloverleih betreibt, kommen Fahrzeuge abhanden. Denn die Schlösser sind nicht sicher.

Da herrschte noch Freude: Stadtrat Filippo Leutenegger (links) präsentiert die von Publibike betriebenen Züri-Velos. Bild: TA
Da herrschte noch Freude: Stadtrat Filippo Leutenegger (links) präsentiert die von Publibike betriebenen Züri-Velos. Bild: TA

Der Anbieter Publibike, der seit April im Auftrag der Stadt Zürich Velos und E-Bikes verleiht, hat ein Problem: Die automatische Verriegelung, auf welcher das Angebot basiert, lässt sich mit einem Trick überlisten, wie der «Bund» meldet.

In Bern, wo Publibike ebenfalls präsent ist, habe sich gezeigt, dass es «kinderleicht» sei, die Schlösser ohne App, Registrierung und Bezahlung zu öffnen. Vor allem Jugendliche wüssten dies und seien an verschiedenen Velostationen zu beobachten, wie sie an den Fahrrädern herumfummelten. Die Hälfte der Flotte, die 200 Stück umfasst, war am Wochenende verschwunden.

Gestohlene Velos nicht ortbar

Ein Mediensprecher von Publibike verurteilt das illegale Vorgehen. Die Firma, die zu Postauto gehört, kommt aber nicht darum herum, schnell nach technischen Gegenmassnahmen zu suchen. Denn das Problem beschränkt sich kaum nur auf Bern, wie der «Bund» berichtet. Auch aus Zürich gebe es entsprechende Meldungen.

Hier sind schon im Mai verschiedentlich Fahrräder und E-Bikes beobachtet worden, die während Tagen und Wochen vor dem gleichen Haus standen – vermutlich mit geknacktem Schloss, wie jetzt klar wird. Da die Fahrzeuge aus Kostengründen nicht mit GPS ausgerüstet wurden und sich folglich nicht orten lassen, ist Publibike auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen, um sie wieder zu finden.

Die Firma teilte heute mir, dass sie untersuche, ob es in Zürich bestätigte Fälle von Diebstahl gebe. Man arbeite mit Hochdruck daran, verschiedene Lösungsvarianten zu testen. Der Betrieb laufe vorderhand normal weiter.

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