Zum Hauptinhalt springen

Regierung unterstützt härtere Gangart gegen Hooligans

Der Zürcher Regierungsrat will mit verschärften Massnahmen Sportveranstalter und Clubs in die Pflicht nehmen. Sie sollen sich zur Bekämpfung von Hooligans mit der Polizei an einen Tisch setzen.

Gemeinsam mit den Sportclubs will der Regierungsrat gegen die Hooligans vorgehen: Das Spiel vom 2. Oktober 2011 musste wegen Petarden abgebrochen werden.
Gemeinsam mit den Sportclubs will der Regierungsrat gegen die Hooligans vorgehen: Das Spiel vom 2. Oktober 2011 musste wegen Petarden abgebrochen werden.
Keystone

Der Zürcher Regierungsrat unterstützt die verschärften Massnahmen im Kampf gegen Hooliganismus. Er beantragt dem Kantonsrat deshalb, dem geänderten «Konkordat über Massnahmen gegen Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen» zuzustimmen, wie er am Donnerstag mitteilte. Das angepasste Konkordat sieht neu eine Bewilligungspflicht für Fussball- und Eishockeyspiele vor. Diese kann auch mit Auflagen verbunden werden. Zudem wird die Dauer und der Geltungsbereich des Rayonverbots erweitert. Geregelt werden auch Durchsuchungen bei den Zutrittskontrollen zu Sportanlässen.

Die Anpassungen des Konkordates stellen nach Ansicht des Regierungsrates «wichtige neue Instrumente» zur Verfügung. Sie gründeten auf dem Ansatz, dass alle Beteiligte an Sportanlässen stärker in die Pflicht zu nehmen seien und einen Beitrag zur Lösung der Gewaltproblematik zu leisten hätten.

Nach dem Vorbild von Kloten

Gleichzeitig will die Regierung am «bewährten Massnahmenmix gegen Gewalt im Sport» festhalten. Dieser sieht neben Stadion- und Rayonverboten und repressive Massnahmen auch präventive Mittel wie Fanarbeit und Fanbetreuung vor. Dazu zählt der Regierungsrat etwa die Beteiligung an den Rundtischgesprächen der Stadt Zürich mit FCZ, GC und den ZSC Lions, an denen der Kanton mit der Kantonspolizei und der Staatsanwaltschaft vertreten ist. In Kloten sei der regelmässige Austausch zwischen Stadt, den Kloten Flyers und der Kantonspolizei etabliert.

Das «Konkordat über Massnahmen gegen Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen» besteht seit 2007. Weil die Gewalt rund um Fussball- und Eishockeyspiele nicht nachhaltig eingedämmt werden konnte, hat Polizeidirektoren-Konferenz beschlossen, die im Konkordat definierten Massnahmen gegen Hooligans zu verschärfen. Die Vorlage geht nun an den Kantonsrat. Dieser kann am Konkordatstext keine Änderungen vornehmen. Er kann ihm lediglich zustimmen oder ihn ablehnen.

SDA/pia

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch