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Regierungsrat will Innovationspark statt Militärstützpunkt

Im Kanton Zürich soll ein Innovationspark mit nationaler Ausstrahlung entstehen. Wo der Park entstehen soll, ist noch offen – favorisiert wird der Flugplatz Dübendorf.

Zieht das VBS ab, wird viel Fläche frei: Militärflugplatz in Dübendorf.
Zieht das VBS ab, wird viel Fläche frei: Militärflugplatz in Dübendorf.
Keystone

Der Zürcher Regierungsrat hat sich zum Ziel gesetzt, im Kanton einen Innovationspark zu realisieren. Die Volkswirtschaftsdirektion hat nun die Aufgabe, eine Projektorganisation für das Vorhaben zusammenzustellen. Einbezogen werden sollen sowohl einschlägige Verwaltungsstellen als auch externe Interessenträger aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.

Wann erste Vorschläge präsentiert werden können, ist noch offen, wie Erich Wenzinger, Sprecher der Volkswirtschaftsdirektion, auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte. Noch stehe man ganz am Anfang des Prozesses.

Dübendorf «ideal»

Noch unklar ist auch, wo der Innovationspark dereinst entsteht. Nach Ansicht des Regierungsrats wäre der ehemalige Militärflugplatz Dübendorf ein idealer Standort. Die Regierung hatte sich schon 2010 gegen eine weitere fliegerische Nutzung ausgesprochen. Eigentümer ist aber der Bund. Er wird in den nächsten Monaten entscheiden, wie das Areal künftig genutzt werden soll.

Im Rahmen der Revision des Forschungs- und Innovationsförderungsgesetzes haben sich National- und Ständerat für die Schaffung eines Innovationsparks ausgesprochen. Auch hier war vom Flugplatzareal Dübendorf die Rede. Aber auch in Biel, in der Genferseeregion und im Oberwallis macht man sich Gedanken zur Ansiedlung eines solchen Parks.

Sah der Nationalrat zu Beginn noch die Möglichkeit einer Verteilung auf mehrere Standorte, so schwenkte er nun im Oktober auf die Haltung des Ständerats ein, einen Innovationspark zumindest zu Beginn auf einen Standort zu konzentrieren. Wo das sein wird, ist noch nicht bestimmt.

Auch andere Standorte möglich

Man werde sich in Sachen Standort nicht vom Entscheid des Bundes zur Nutzung des Dübendorfer Areals abhängig machen, sagte Wenzinger. Auch andere Standorte wären möglich. Konkrete Alternativen habe man allerdings noch nicht im Auge.

Einen Innovationspark könne man sich vorstellen wie eine «Markthalle», erklärte Wenzinger. Verschiedene Elemente der Wertschöpfungskette seien an einem Ort vereinigt: Wirtschaft, Wissenschaft, Dienstleistungen, Infrastruktur. So entstehe ein idealer Nährboden für die Entwicklung von neuen Ideen zu marktreifen Produkten.

Der Kanton Zürich biete für einen Innovationspark optimale Voraussetzungen. «Erstklassige Forschungseinrichtungen, eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur, die sehr gute internationale Anbindung und eine einmalige Lebensqualität» gewährleisteten eine «fruchtbare Innovationskultur».

SDA/ep

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