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«Rehe hätten bald keinen Platz mehr»

Rund 90 Wildhüter statt 1300 Milizjäger: Initiantin Marianne Trüb sagt, das könne funktionieren. Der oberste Jäger, Christian Jaques, warnt vor dramatischen Folgen für die Wildtiere.

«Was gut ist, darf auch etwas kosten», sagt Marianne Trüb. Christian Jaques hingegen verweist auf die Kosten der Vorlage. Fotos: Reto Oeschger
«Was gut ist, darf auch etwas kosten», sagt Marianne Trüb. Christian Jaques hingegen verweist auf die Kosten der Vorlage. Fotos: Reto Oeschger

Herr Jaques, es ist doch eine schöne Vorstellung, dass sich der Wildtierbestand im Kanton Zürich selbst reguliert und kein Reh, kein Wildschwein, kein Fuchs mehr geschossen werden muss. Was haben Sie dagegen?

Christian Jaques: Wir hätten nichts dagegen, wenn sich der Wildtierbestand selbst reguliert . Das wäre in einer wirklichen Naturlandschaft möglich. Die existiert im Kanton Zürich aber nicht mehr. Wir haben eine sehr intensiv genutzte Kulturlandschaft, die durch Siedlungen und Verkehrsachsen stark durchschnitten ist. Die Habitate des Wilds sind heute sehr klein, Raubtiere wie Luchs, Wolf und Bär fehlen. Um den Wildtierbestand auf einem akzeptablen und gesunden Stand zu halten, müssen wir darum regulativ eingreifen.

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