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Reiche Zürcher Gemeinden werden immer finanzstärker

Die Steuerkraft der Zürcher Gemeinden ist in den letzten dreissig Jahren deutlich angestiegen – besonders stark in den reichen Orten. Ihr Wachstum geht jedoch nicht auf Kosten der armen Gemeinden.

Ist und bleibt reich: Küsnacht.
Ist und bleibt reich: Küsnacht.
Keystone

Die Steuerkraft der Zürcher Gemeinden ist in den letzten dreissig Jahren deutlich angestiegen - pro Kopf um ganze 75 Prozent, also deutlich über dem Wirtschaftswachstum. Am meisten stieg die Steuerkraft aber an jenen Orten, die bereits zuvor reich waren.

Dies liegt daran, dass sich Wohlhabende tendenziell eher in finanzstarken Gemeinden niederlassen, wie das Statistische Amt des Kantons Zürich heute Freitag mitteilte. An der Spitze der Pro-Kopf-Steuerkraft liegt die Zürichseegemeinde Küsnacht mit rund 13'000 Franken. Gleich dahinter folgen Zumikon, Zollikon und Erlenbach.

Besonders stark angestiegen ist die Pro-Kopf-Steuerkraft im ganzen Kanton Zürich seit 1998. Nicht alle Gemeinden konnten jedoch gleichermassen vom Geldsegen profitieren. Die Unterschiede zwischen den Gemeinden haben sich verstärkt. Es gebe sogar Gemeinden, deren Steuerkraft zwischen 1980 und 2008 rückläufig war.

Ländliche Gemeinden am Schluss

Am Schluss der Rangliste stehen landwirtschaftlich geprägte Gemeinden wie Fischenthal im Tösstal, Hofstetten bei Elgg und Sternenberg, ebenfalls im Tösstal. Diese Gemeinden weisen eine Pro-Kopf-Steuerkraft von lediglich rund 1000 Franken auf.

Das Wachstum in den finanzstarken Gemeinden geschah jedoch nicht auf Kosten der schlecht positionierten Gemeinden, wie das Statistische Amt schreibt. Die Steuerkraft der armen Gemeinden blieb im Verhältnis zur durchschnittlichen Steuerkraft aller Zürcher Gemeinden stabil.

SDA/cal

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