Reihenweise Wohnungen als Puffs missbraucht

Die Masche des falschen Untermieters, der eine Zürcher Wohnung in ein Bordell verwandelte, hat System. Auch viele andere sind auf ihn reingefallen.

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Die Masche von Heiko S. ist aufgeflogen, weil eine 30-jährige Zürcherin damit an die Öffentlichkeit ging: Der Deutsche habe ihre Wohnung für die Zeit ihres dreimonatigen Auslandaufenthaltes als Untermieter übernommen – sie dann aber benutzt, um darin Prostituierte einzuquartieren. Das musste die Frau von irritierten Nachbarn erfahren, als sie bereits im Ausland weilte.

Laut Medienberichten hat Heiko S. auch diverse andere Wohnungen als Puff zweckentfremdet. «20 Minuten» berichtet von einem Paar aus Zürich-Wollishofen, bei dem während einer Auslandreise die Freier im Halbstundentakt ein und aus gingen. In diesem Fall hatte Heiko S. vorgegaukelt, dass er ein Immobilienunternehmer sei. In einem anderen, über den der «Blick» berichtet, gab er sich als Ingenieur aus.

Handelt Heiko S. nicht allein?

In Kloten hat Heiko S. laut der Boulevardzeitung im vergangenen Jahr 17 Wohnungen fürs Sexgewerbe missbraucht. Die dortige Stadtpolizei sei zwar eingeschritten und habe dem Treiben mit Nutzungsverboten eine Ende gemacht, aber der illegale Puffbetreiber sei wohl einfach auf andere Orte ausgewichen.

Zwei Vermieter von möblierten Wohnungen, die mehrfach auf die Masche von Heiko S. reingefallen sind, vermuten im Blick, dass der Deutsche nicht alleine handle, sondern eine Organisation dahinter stehe. Als die Vermieter den Betrug entdeckten und die Prostituierten rauswerfen wollten, hätten diese sich aufs Obligationenrecht berufen und mit der Polizei gedroht. (hub)

Erstellt: 29.12.2017, 09:37 Uhr

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