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Rennen um Restaurant in Zürcher Trendquartier eröffnet

Das Falcone bei der Schmiede Wiedikon ist ein begehrtes Lokal. Bald buhlen Gastronomen darum.

Grosses Gebäude: Das Restaurant Falcone bei der Schmiede Wiedikon.
Grosses Gebäude: Das Restaurant Falcone bei der Schmiede Wiedikon.
Stadt Zürich
Nicht zu knapp: Fast 100 Plätze bietet das Lokal im Innenraum, eine Gartenbeiz mit über 120 Plätzen und einen Saal. Die Zunft zu Wiedikon geniesst dort Gastrecht.
Nicht zu knapp: Fast 100 Plätze bietet das Lokal im Innenraum, eine Gartenbeiz mit über 120 Plätzen und einen Saal. Die Zunft zu Wiedikon geniesst dort Gastrecht.
Stadt Zürich
Das heutige Falcone war einst der Gasthof zum Falken. Diesen Namen könnte das Lokal auch künftig wieder tragen.
Das heutige Falcone war einst der Gasthof zum Falken. Diesen Namen könnte das Lokal auch künftig wieder tragen.
Stadt Zürich
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Es ist ein spannendes Restaurant an guter Lage: Das Falcone bei der Schmiede Wiedikon, fünf Gehminuten vom Bahnhof Wiedikon entfernt. Das Lokal im beliebten Stadtkreis 3 hat einen grossen Garten, einen Gastraum für knapp 100 Plätze und einen Saal im ersten Stock.

Nun sucht die Stadt Zürich als Eigentümerin neue Pächter und hat das Lokal öffentlich ausgeschrieben. Zu haben ist es ab März 2020 – obwohl es der jetzige Wirt Fabio Proh nach seinen Angaben erfolgreich und gerne betreibt.

Für die Stadt ist die neue Ausschreibung des Restaurants aber nicht Ausdruck von Misstrauen oder Unmut gegenüber dem heutigen Wirt. Es sei ein normaler Vorgang, heisst es. Laut Kuno Gurtner, dem Sprecher der Liegenschaften Stadt Zürich, hat der Betreiber einen befristeten Vertrag. Die Stadt habe diesen auf Wunsch bereits einmal verlängert. Das gehe nun, nach 14 Jahren, nicht mehr. Man müsse neu ausschreiben.

Wirt Fabio Proh überlegt sich, ob auch er sein Dossier wieder einreichen möchte. Er sagt: «Es macht mir Spass hier. Das Lokal läuft gut.»

Konkurrenz aus der Trendgastronomie

Proh dürfte aber einige Konkurrenz erhalten. Bereits liebäugeln Zürichs bekannte Gastronomen mit dem historischen Haus. «Es ist ein lässiges Objekt», sagt Marc Blickenstorfer. Wiedikon verdiene eine gute Quartierbeiz. Als Mitinhaber der Miteinander GmbH ist er für mehrere Trendlokale in Zürich verantwortlich, darunter das Frau Gerolds Garten in Zürich-West oder das Restaurant Gartenhof in Wiedikon. Die Firma wird ein Dossier für das Falcone einreichen.

«Für das Lokal braucht es jemanden, der sich mit dem Bewirten von Gesellschaften auskennt», sagt Blickenstorfer. Es sei ein anspruchsvoller Gasthof, zum Beispiel auch wegen des Saals im ersten Stock mit rund 150 Plätzen. Deshalb werde es spannend, zu sehen, wer sich bewirbt. Auf jeden Fall rechnet Blickenstorfer mit mehreren Interessierten.

Wirtewechsel nach zwanzig Jahren

Wer das Restaurant Falcone erhält, darf es ab März 2020 bis sicher März 2030 führen – auch unter dem alten Namen Gasthof zum Falken. Wie die Stadt in einer Informationsbroschüre schreibt, legt sie Wert auf eine saisonale Küche, auf eine persönliche Betriebsführung – und besonders wichtig: Die Zunft zu Wiedikon geniesst Gastrecht. Sie darf im Saal mehrere Anlässe im Jahr durchführen.

Dass es an der Schmiede Wiedikon zu einem Wirtewechsel kommt, ist gut möglich. Die Stadt hat mit dem Bauschänzli bewiesen, dass die Ausschreibungen keine Alibiübung sind. Im letzten Jahr rangelten sich die Gastronomen regelrecht um den Prestigeort in Zürichs Innenstadt. Dort durfte dreissig Jahre lang die Fred-Tschanz-Gruppe wirten. Doch sie hat den Auftrag inzwischen an die Candrian-Gruppe verloren.

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