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Rohstoffhändler macht Rüschlikon zum Steuerparadies

Glencore-Chef Ivan Glasenberg und weitere Glencore-Manager bringen 55 zusätzliche Steuermillionen.

Während Goldküsten-Gemeinden wie Zollikon und Zumikon ihre Steuern um 6 Prozent erhöhen müssen, kann Rüschlikon am gegenüberliegenden Ufer den Steuerfuss um 7 auf 72 Prozentpunkte senken. Damit wird die Gemeinde 2012 den tiefsten Steuerfuss im Kanton haben. Die Gemeindeversammlung muss der Steuersenkung am 5. Dezember noch zustimmen. Es zweifelt niemand daran, dass sie das tun wird. Gemeindepräsident Bernhard Elsener (CVP) ist zuversichtlich, den tiefen Steuerfuss über die nächsten fünf Jahre halten zu können, obwohl einige grosse Investitionen wie Schulhaus- und Sportbauten sowie ein neuer Werkhof anstehen. Die Gemeindekasse sei gut gefüllt.

Ein einziges Unternehmen ist für den Geldsegen verantwortlich: der weltgrösste Rohstoffhändler Glencore. Er hat seinen Geschäftssitz zwar nicht in Rüschlikon und auch nicht im Kanton Zürich, sondern im zugerischen Baar. Aber Firmenchef Ivan Glasenberg und weitere Glencore-Manager leben in Rüschlikon. Und sie liefern dieses Jahr Steuern in einem Umfang ab, den die Gemeinde nie und nimmer voraussehen konnte: Zwischen 50 und 55 Millionen Franken mehr als im Budget 2011 vorgesehen, sagt Elsener. Sie kommen hauptsächlich aus Einkommenssteuern.

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