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Von diesem Zug raten die SBB ab

Zweimal pro Tag verlässt eine Direktverbindung nach Budapest den Zürcher Hauptbahnhof. Doch am Ziel herrscht wegen der Flüchtlinge der Ausnahmezustand.

Einer von zwei Zügen, die Zürich und Budapest verbinden: Der Railjet der ÖBB, hier am Wiener Westbahnhof. Bild: Herbert Ortner/Wikipedia
Einer von zwei Zügen, die Zürich und Budapest verbinden: Der Railjet der ÖBB, hier am Wiener Westbahnhof. Bild: Herbert Ortner/Wikipedia
Ennio Leanza, Keystone

Der Zugverkehr von Zürich nach Budapest ist zurzeit eingeschränkt. Grund dafür sind die chaotischen Umstände im Grossraum der ungarischen Hauptstadt, wo Tausende von Flüchtlingen auf eine Weiterreise warten. Auf diese prekäre Situation haben die SBB reagiert. Auf dem Onlinefahrplan von Zürich nach Budapest heisst es: «Von einer Reise wird derzeit abgeraten.» Mit anderen Worten: Die nächsten Direktverbindungen, die heute Freitagabend und am Samstagmorgen den Zürcher Hauptbahnhof verlassen, sollte man besser nicht besteigen.

Laut SBB-Mediensprecher Reto Schärli ist der Vermerk als Hinweis zu verstehen und nicht als Warnung. «Wir wollen unsere Kunden damit darauf aufmerksam machen, dass wir diese konkrete Leistung, die wir ihnen verkaufen, unter Umständen nicht innert nützlicher Frist erbringen können.» Dies, weil der Bahnverkehr ab der ungarisch-österreichischen Grenze gestört ist. Letztmals war der gleiche Satz auf der Website der SBB zu lesen, als das deutsche Bahnpersonal streikte.

Reisehinweise nicht angepasst

Wie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) die Empfehlung der SBB beurteilt, war bis heute Freitagnachmittag nicht zu erfahren. Die offiziellen Reisehinweise für Ungarn sind seit Mai nicht mehr verändert worden: Ungarn sei ein stabiles Land, man solle aber Kundgebungen jeder Art meiden.

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