Schlag gegen Drogenhändler im Darknet

Die Zürcher Strafverfolgungsbehörden haben den umsatzstärksten Schweizer Dealer im Darknet verhaftet. Insgesamt sitzen fünf Personen in Untersuchungshaft.

Die Zürcher Staatsanwaltschaft hat drei Benutzerkonten im Darknet stillgelegt, über die Drogen vertrieben wurden.

Die Zürcher Staatsanwaltschaft hat drei Benutzerkonten im Darknet stillgelegt, über die Drogen vertrieben wurden. Bild: Kantonspolizei Zürich

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Den Zürcher Strafverfolgungsbehörden ist ein bedeutender Schlag gegen den Drogenhandel im Darknet gelungen. Die Kantonspolizei hat vier Kilogramm Kokain sowie über ein Kilogramm MDMA und Ecstasy sichergestellt. Fünf Personen sitzen in Untersuchungshaft.

Die Täter sollen Drogenhandel im Mehrkilobereich betrieben haben. Die Staatsanwaltschaft hat drei Benutzerkonten stillgelegt, über die der Vertrieb der Betäubungsmittel abgewickelt wurde. Damit hat sie den umsatzstärksten Verkäufer sowie zwei weitere Top-10-Shops des Schweizer Betäubungsmittel-Binnenhandels im Darknet lahmgelegt, wie sie am Dienstag mitteilte.

Aufwendige Ermittlungen

Mit dieser Betäubungsmittelhandel-Aktion ist den Zürcher Strafverfolgungsbehörden zum ersten Mal die Identifikation und Lokalisation einer Tätergruppierung alleine gestützt auf Fahndungsmassnahmen im Darknet gelungen.

Während der sehr aufwendigen Ermittlungen arbeiteten Spezialisten der Abteilung Cybercrime der Staatsanwaltschaft und Fachleute der Kantonspolizei aus dem Bereichen Digitale Forensik und Sonderelektronik sowie der Fachdienste Betäubungsmittel und Cybercrime zusammen. (hwe/sda)

Erstellt: 07.08.2018, 15:55 Uhr

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