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Schnecken-Massaker auf der Schnabelburg

Bei der Renovation der Burgruine auf der Albiskette haben Archäologen nahezu alle Exemplare einer seltenen Schneckenart vernichtet. Trotz Warnung von Experten.

In den frisch verputzten Mauerstücken der Ruine finden die Schnecken keinen Lebensraum mehr. Foto: Sabina Bobst
In den frisch verputzten Mauerstücken der Ruine finden die Schnecken keinen Lebensraum mehr. Foto: Sabina Bobst

In den Ritzen des restlichen Mauerwerks der Schnabelburg lebte jahrzehntelang die Zahnlose Schliessmundschnecke. Bis die Archäologen aus dem rotgrünen Zürich auf den Grat zwischen dem Albispass und dem Albishorn stiegen. Es war im Sommer 2011. Sie begannen, auf Geheiss des Kantons ihre Ruine zu erneuern, denn sie war einsturzgefährdet. Und sie zerstörten bei der Pflege des Objekts mehr als vier Fünftel des gesamten Bestandes jener Tierchen, die allein dort oben vorkommen und sonst nirgends im Kanton. Im Tessin und in der Westschweiz finden sie sich noch häufiger. Die Übung kostete knapp 240'000 Franken. Im unweg­samen Gelände mussten Helikopter das Material hinauffliegen.

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