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Segen und Fluch der Sozialindustrie

Mehr als 50 Firmen, Vereine und selbstständige Sozialarbeiter bieten im Kanton Zürich Familienbegleitungen an. Das grosse Geschäft ist das aber nicht.

In der Öffentlichkeit vor einem Jahr höchst umstritten: «Carlos» trainierte Thaiboxen – als Teil des auf ihn zugeschnittenen Therapieprogramms.
In der Öffentlichkeit vor einem Jahr höchst umstritten: «Carlos» trainierte Thaiboxen – als Teil des auf ihn zugeschnittenen Therapieprogramms.
Keystone

Zürich – Wenn Menschen nicht mehr für ihre Kinder oder sich selbst sorgen können, sondern eine professionelle Begleitung brauchen, dann hilft der Staat. Oder besser gesagt: Der Staat organisiert Hilfe. Dann kommen meist privatrechtlich organisierte Anbieter ins Spiel: Heime, Familienbegleiter, selbstständige Sozialarbeiter. Seit aber bei Fällen wie jenen des jugendlichen Straftäters Carlos, der Familie aus Hagenbuch und des renitenten Jugendlichen aus Schmerikon bekannt wurde, was solche Massnahmen kosten, reisst die Kritik nicht ab. Der Verdacht: Private machen Gewinn mit hilfsbedürftigen Menschen. Oder, noch schlimmer, sie halten die Betroffenen künstlich in Abhängigkeit und kassieren so zu Unrecht grosse Summen vom Staat. Die Rede ist von einer eigentlichen Sozialindustrie.

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