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«Sek-C-Schüler bleiben zurück»

Der Kanton Zürich hält am Wildwuchs bei den Schulmodellen fest. Laut Beat W. Zemp, Präsident des Schweizer Lehrerverbands, sind die Lehrer nicht unreformierbar, sondern von Reformen ernüchtert.

Herr Zemp, der Kanton Zürich verändert nichts an seinen Schulstrukturen und behält die Sek C bei. Ein Erfolg der Lehrerschaft? Das Strukturthema ist uralt, seit 1968 wird immer wieder über die Gesamtschule ge-stritten. Der Kanton Zürich hat es sich schliesslich zu einfach gemacht, indem die Entscheidung an die Gemeinden delegiert wurde. Jetzt wollte man das korrigieren. Das Papier, das herausgekommen ist, zeigt die Hilflosigkeit, mit der man hier ans Werk gegangen ist. Es beweist die jahrelange Pattsituation der Politik auf kantonaler Ebene bei dieser Strukturfrage.

Bildungsdirektorin Aeppli begründet den Verzicht auf eine Harmonisierung mit dem Widerstand aus der Lehrerschaft. Sind die Lehrer unführbar? Man kann eine wichtige strukturelle Änderung nicht gegen den geschlossenen Widerstand der Betroffenen durchsetzen. Das zeigt die Erfahrung auch aus anderen Branchen. Es ist zum Beispiel sehr schwierig, die Medikamentenpreise gegen den Willen von Ärzten, Apothekern und der Pharmaindustrie zu senken.

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