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Sexismus und Beleidigungen bei Zürcher Baufirma

«abfiggen», «lochen»: Im Mitarbeitermagazin der Agir AG werden Frauen und Angestellte herabgewürdigt. Der Arbeitgeber ist Auftragnehmer des Kantons – und sieht kein Problem.

Im Impressum des Mitarbeitermagazins «Grünes Edelweiss» zeichnen unter anderen der Mitinhaber und Vizeverwaltungsratspräsident sowie drei weitere Geschäftsleitungsmitglieder der Agir AG verantwortlich. Im Magazin selber – Auflage 1100 Exemplare – geht es dann zu und her wie in einem schlechten Sexheftli. Zu einem Bericht über eine Kiesgrube wird eine leicht bekleidete Frau mit Schaufel montiert, nackte Brüste zu einem Beitrag über ein neues Bier, «Überall am Lochen!» steht zu einem Text über die Limmattalbahn, an der die Agir AG mitbaut. So geht es über die ganzen Hefte, die der «Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern» gestern publik machte.

Die Agir AG hat 350 Mitarbeitende und acht Tochterunternehmen, drei davon im Ausland. Zu deren Übernahme heisst es im Unternehmensporträt auf der Website: «Weil es der Familie in der Schweiz auf Dauer zu langweilig war, heiratete sie flugs ein paar heisse Bräute im Ausland. Zwei Tschechinnen und eine Serbin lautet der aktuelle Haremszwischenstand.»

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