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Sicherheitschecks für muslimische Seelsorger

Der Kanton Zürich will, dass Muslime im Notfall geistliche Unterstützung zur Verfügung steht – und lanciert ein Projekt.

Seelsorge für Muslime in Notlagen: Nachmittagsgebet in der Moschee des Islamisch Bosnischen Zentrums in Schlieren. Bild: Urs Jaudas
Seelsorge für Muslime in Notlagen: Nachmittagsgebet in der Moschee des Islamisch Bosnischen Zentrums in Schlieren. Bild: Urs Jaudas

Für die rund 100'000 Musliminnen und Muslime im Kanton Zürich gibt es bis jetzt kein geregeltes Seelsorge-Angebot für Notfallsituationen, etwa im Spital. Diese Lücke will der Kanton zusammen mit der Vereinigung der Islamischen Organisationen (VIOZ) schliessen.

Kanton und VIOZ haben eine gemeinsame Trägerschaft gegründet, die sicherstellt, dass ausreichend muslimische Seelsorger eingesetzt werden können. Einsatzorte können Spitäler sein, aber auch Pflegezentren oder Behindertenheime.

Wichtiger Teil dieses Projektes ist es, die Seelsorger weiterzubilden. Diesen Auftrag haben der Kanton und die VIOZ an das Schweizerische Zentrum für Islam und Gesellschaft der Universität Freiburg vergeben. Dessen Expertise werde in die Weiterbildung der Seelsorger einfliessen, teilte der Regierungsrat heute Donnerstag mit.

Muslime sollen Kosten übernehmen

Bevor die muslimischen Seelsorger ihren ersten Einsatz haben, werden sie in einem mehrstufigen Verfahren überprüft. Diese Eignungsabklärung beinhaltet gemäss Angaben der Regierung fachliche Kriterien und eine Sicherheitsüberprüfung.

Der Kanton Zürich finanziert das Projekt bis Ende 2018 mit 325'000 Franken. Davon werden knapp 125'000 für die Weiterbildung verwendet. Auch die VIOZ engagiert sich finanziell, mit 60'000 Franken.

Wer ab 2019 wie viel für die Seelsorger zahlen soll, wird gegenwärtig zwischen Kanton und VIOZ abgeklärt. Ziel per Ende 2019 sei es, dass die muslimische Gesellschaft selber für ihre Notfall-Seelsorger aufkommt.

SDA

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