Sie kochen an den neuen Standorten des Unispitals

In Stettbach und im Circle am Flughafen werden Mitarbeiter und Patienten künftig von einem grossen Caterer verpflegt.

Die SV Group wird künftig das Universitätsspital Zürich an den Standorten Stettbach und am Flughafen mit Essen beliefern.

Die SV Group wird künftig das Universitätsspital Zürich an den Standorten Stettbach und am Flughafen mit Essen beliefern. Bild: Martin Ruetschi/Keystone

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Das Essen an den neuen Standorten des Zürcher Universitätsspitals (USZ) kommt nicht wie am Hauptstandort im Zentrum aus der eigenen Küche. Die rund 600 Mitarbeiter diverser Direktionen, die ab Ende Jahr ihre Büroarbeitsplätze in Stettbach beziehen, erhalten am Mittag Menüs der SV Group. Der Caterer kocht das Essen in einem nahe gelegenen SV-Restaurant und wird es dann vor Ort in Stettbach à la minute fertig zubereiten, wie die Pressesprecherin Manuela Stockmeyer auf Anfrage ausführt. Die SV Group rechnet mit rund 280 Hauptmahlzeiten, die sie pro Tag in Stettbach verkaufen wird.

Voraussichtlich gegen Herbst 2020 wird das USZ im Circle am Flughafen Zürich ein neues Gesundheitszentrum eröffnen. 39 Kliniken und Institute des Universitätsspitals werden da jährlich rund 300'000 Patienten ambulant versorgen. Zwar gehört die Verpflegung der Patienten nicht zum Behandlungsprozess wie im stationären Bereich, dennoch wird das USZ im Circle eine Mensa einrichten, wo sich die Mitarbeiterinnen, Patienten oder Besucher verpflegen können. Auch an diesem Standort wird die SV Group den Betrieb übernehmen. Hier rechnet sie mit täglich 250 Mittagsmenüs, die sie ebenfalls extern kochen und vor Ort noch fertig zubereiten wird.

Über 1,5 Millionen Franken Umsatz pro Jahr

Die SV Group war das einzige Gastronomieunternehmen, das sich für den Auftrag beworben hatte. Sie rechnet an den beiden Standorten mit jeweils über 1,5 Millionen Franken Umsatz pro Jahr. Der Vertrag mit dem USZ läuft während dreier Jahre und kann dann vom Spital einseitig zu den gleichen Konditionen zweimal um jeweils zwei Jahre verlängert werden. Dem Universitätsspital entstehen für die Verpflegung an den beiden neuen Standorten keine Kosten. Allerdings werde man auch da das Essen für die Mitarbeitenden um etwa 30 Prozent subventionieren, sagt USZ-Sprecher Claudio Jörg. Die Preise an den Aussenstandorten sollen mit jenen am Hauptstandort im Zentrum vergleichbar sein.

Im Zentrum sorgt das USZ selbst für die Verpflegung. Dafür betreibt das Spital einen eigenen Gastronomiebereich, der die Patienten, Mitarbeiter und Besucherinnen mit Essen versorgt. Eine eigene Produktionsküche an den Aussenstandorten einzurichten, wäre unverhältnismässig gewesen, weil da die Anzahl der Mahlzeiten sehr viel kleiner sei, sagt Jörg. Das Essen aus der eigenen Küche im Zentrum anzuliefern, sei logistisch nicht möglich, weil die Distanzen zu gross seien für kurzfristige Nachlieferungen.

SV Group hat Spital-Erfahrung

Damit steigt die SV Group in der Schweiz in die Verpflegung in einem Spital ein. Das USZ ist das erste Spital, das der SV Group einen solchen Auftrag gibt, wie Sprecherin Stockmeyer sagt. Allerdings ist es keine klassische Spitalgastronomie, weil keine stationären Patienten verpflegt würden. Zudem verfüge die SV Group im Ausland durchaus über Erfahrung in Spitälern. In Deutschland und Österreich sei man seit den 1990er-Jahren in rund 50 Spitälern, 110 Seniorenheimen sowie 14 Kur- und Rehakliniken tätig.

Erstellt: 22.07.2019, 14:01 Uhr

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